Mythos 2
"In meiner Familie hatte noch keiner Darmkrebs. Also bin ich nicht gefährdet."

FALSCH!
RICHTIG IST:
Gibt es Fälle von Darmkrebs in der Familie, besteht bei den direkten Familienangehörigen ein hohes Risiko selbst an Darmkrebs zu erkranken. Besteht jedoch kein familiäres Risiko, gibt es weitere Faktoren, die das Darmkrebsrisiko trotzdem stark erhöhen. Eine Risikogruppe, die bislang wenig beachtet wurde sind die Typ-2-Diabetiker. Nach neuesten Studien haben Diabetes-Typ-2 Patienten ein um circa 30 Prozent erhöhtes Darmkrebsrisiko gegenüber der Normalbevölkerung. Damit ist ihr Risiko gleich hoch wie das von Personen, in deren Familien Darmkrebs gehäuft vorkommt. Insulinpflichtige Diabetiker sind dabei besonders gefährdet. Sie haben ein mindestens doppelt so hohes Risiko an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken, gegenüber nicht-insulinpflichtigen Diabetikern. Wer neben Diabetes-Typ-2 unter bauchbetontem Übergewicht, Bluthochdruck und hohen Blutfettwerten leidet, erhöht sein Risiko noch einmal mehr. Rauchen, Bewegungsmangel, ballaststoffarme und fettreiche Ernährung wirken sich zudem negativ auf das Darmkrebsrisiko aus. Außerdem: Es gibt immer einen "ersten" Darmkrebsfall in Familien.
Mythos 3
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