Mythos 1
Ich "fühle" mich gesund, also "bin" ich es auch.
FALSCH!
RICHTIG IST:
Weil die Vorstufen einer Darmkrebserkrankung keinerlei Beschwerden machen, ist es sehr wichtig, sich über sein persönliches Risiko im Klaren zu sein. Denn rechtzeitig entdeckt und das meist in der Phase, in der keine Symptome auftreten, ist Darmkrebs bei den meisten Menschen zu 100 Prozent heilbar. Der größte Teil aller neuen Darmkrebsfälle wird bei Menschen im Alter von über 55 Jahren diagnostiziert. Liegt kein bekannter Risikofaktor vor, wird für diese Gruppe eine Vorsorgedarmspiegelung empfohlen. Alternativ kann ab einem Alter von 50 jährlich, bzw. ab 55 alle zwei Jahre ein Stuhlbluttest durchgeführt werden, der okkultes Blut im Darm und damit Anzeichen für Darmkrebs erkennt.
Ist ein familiäres Risiko bekannt, d.h. gibt es Fälle von Darmkrebs bei mindestens einem direkten Verwandten (Eltern, Geschwister, Kinder), sollte man bereits vor dem 55. Lebensjahr zur Vorsorge gehen. Empfohlen wird eine Spiegelung rund 10 Jahre vor dem Erkrankungsalter des Verwandten. Neben einem erhöhten Auftreten von Darmkrebs in der Familie und erblichen Ursachen, gibt es noch weitere Faktoren, die das Risiko an Darmkrebs zu erkranken stark erhöhen. Leidet man unter Diabetes-Typ-2 und ist man insulinpflichtig, erhöht sich das Darmkrebsrisiko um 30% gegenüber der Normalbevölkerung. Sind Typ- 2-Diabetiker zusätzlich übergewichtig, haben einen hohen Blutdruck und erhöhte Blutfettwerte, steigt das Risiko noch einmal stark an. Auch Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sollten auf jeden Fall mit ihrem Hausarzt über ihr individuelles Darmkrebsrisiko sprechen. Regelmäßige Darmspiegelungen können bei diesen Risikogruppen schon in jungen Jahren notwendig sein.
Mythos 2
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