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Bauchspeck kann gefährlich werden

Je dicker der Bauch desto höher das Darmkrebs-Risiko

Eine große Menge an Bauchfett sowie eine große Körperlänge sind wahrscheinlich mit einem erhöhten Risiko für Dickdarmkrebs verbunden. Dies sind die neuesten Ergebnisse der europaweit durchgeführten EPIC- (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition)-Studie, die sich mit den Zusammenhängen zwischen Krebs und Ernährung beschäftigt.

Die Wissenschaftler untersuchten anhand der Daten von 368.277 Studienteilnehmern den Zusammenhang zwischen Körpermaßen und Krebsrisiko. Dabei waren hohe Werte für das Verhältnis aus Taillen- und Hüftumfang und eine große Körperlänge sowohl bei Frauen als auch bei Männern mit einem erhöhten Risiko verbunden, an Darmkrebs zu erkranken. Dagegen zeigte sich im Zusammenhang mit einem hohen Body-Mass-Index (BMI = (Körpergewicht x Körpergröße in Metern)2) nur bei Männern ein deutlich erhöhtes Dickdarmkrebs-Risiko.

"Unsere Ergebnisse unterstützen die Hypothese, dass besonders die Bauchfettmenge für die Dickdarmkrebs-Entstehung entscheidend ist. Hierzu passt unsere Beobachtung, dass sich der BMI als Vorhersageparameter bei Frauen eher nicht eignet, da letztlich der Zusammenhang zwischen BMI und Bauchumfang bei ihnen nicht so eng ist wie bei Männern. Dieses ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass sich Körperfett bei Männern generell eher in der Bauchgegend anlagert, während es sich bei Frauen naturgemäß auch an anderen Stellen ansammelt", erklärt Heiner Boeing, Leiter der Potsdamer EPIC-Studie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE).

Warum eine größere Bauchfettmenge das Dickdarmkrebs-Risiko erhöht, wissen die Forscher allerdings noch nicht. Ihrer Meinung nach könnte aber ein erhöhter Insulinspiegel, der mit Übergewicht einhergeht, eine Rolle spielen. Weiterhin könnten die von Fettgewebe produzierten Eiweiße Leptin und Adiponectin beteiligt sein. Der Einfluss dieser und anderer Biomarker auf die Entstehung von Darmkrebs wird derzeit - ebenfalls im Rahmen der EPIC-Studie - geprüft.


Quelle: Pressemitteilung Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
Autor: Claudia Urban
Stand: Aug 8, 2007


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