
Risikofaktoren
Kein Krebs durch Röntgenstrahlung
Die Röntgenstrahlung während einer virtuellen Darmspiegelung erhöht das Risiko einer Krebserkrankung nicht. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Columbia University Medical Center.
Die Röntgenstrahlung während einer virtuellen Darmspiegelung erhöht das Risiko einer Krebserkrankung nicht. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Columbia University Medical Center. Die Forscher des Zentrums für radiologische Forschung des Columbia University Medical Centers beurteilten die Strahlungsdosis der verschiedenen Organe von einer an Erwachsenen durchgeführten Darm-CT. Die dosis-, organ-, und geschlechtsspezifischen relativen Überschussrisiken (excess relative rates) für das Auftreten von Krebs bei japanischen Überlebenden des Atombombenangriffs diente als Basis, um eine Risikoabschätzung für die US-Bevölkerung zu errechnen.
Laut Studie liegt dabei das geschätzte Krebserkrankungs-Risiko aufgrund von Strahlung durch eine Darm-CT bei einer 50-jährigen Person bei etwa 0,14% und bei 0,022% bei einem 70-jährigen Patienten. Die Hauptorgane, die eine erhöhte Krebsanfälligkeit zeigten, waren Darm, Magen und Blase.
"Unsere Studie zeigt, dass das mit der Darmspiegelung in Verbindung gebrachte Strahlungsrisiko relativ klein ist. Viel kleiner als beispielsweise bei einer CT-basierten Lungenkrebsuntersuchung", betonte Dr. David J. Brenner, Hauptautor der Studie. "Mit dem Potential für ein niedrigeres Krebsrisiko und dem Gebrauch eines nicht-abführenden Darmpräparats, ist die virtuelle Darmspiegelung eine vielversprechende Modalität. Sie könnte möglicherweise das Einverständnis der Patienten (patient compliance) mit den momentan bestehenden Richtlinien für Darmkrebs-Untersuchungen erhöhen."






