
Risikofaktoren
Höheres Darmkrebsrisiko für Diabetiker?
Nach den Ergebnissen einer US-amerikanischen Studie haben Diabetiker ein höheres Darmkrebsrisiko als gesunde Vergleichspersonen. Die zu Grunde liegenden Mechanismen sind allerdings unklar.
Wissenschaftler vom Overton Brooks Medical Center in Lousiana werteten die Krankenakten von über 50.000 US-Veteranenen aus, 17,7% litten unter Diabetes. Die Forscher ermittelten nun, wie häufig Darmkrebs bei den Diabetikern im Vergleich zu den restlichen Patienten auftrat. Bei der Auswertung bereinigten sie die Daten um bekannte Darmkrebsrisikofaktoren wie Adipositas, Rauchen oder Alkoholkonsum. Die Ergebnisse waren überraschend eindeutig: Für die untersuchten Diabetiker ergab sich ein um 32% erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.
Die Forscher warnen jedoch davor, aus der Studie voreilige Schlüsse zu ziehen. So handele es sich lediglich um eine retrospektive (zurückblickende) Studie und die Veteranen stellten zudem eine sehr spezielle Studiengruppe dar. Auch die Frage, ob - und wenn ja - wie der Diabetes behandelt wurde, die individuellen Ernährungsgewohnheiten oder das Vorliegen anderer Darmerkrankungen berücksichtige die Studie nicht. Dennoch denken die Wissenschaftler, einem wichtigen Phänomen auf der Spur zu sein. Sie planen deshalb weitere Untersuchungen, bei denen der Zusammenhang bestätigt und mögliche Ursachen gefunden werden sollen.






