
Darmkrebs-Stadien
Darmkrebs-Heilung hängt von Schweregrad ab
Die Diagnose Darmkrebs ist für jeden Patienten zunächst ein Schock, denn es handelt sich um eine ernsthafte Erkrankung. Das bedeutet aber nicht, dass die Heilungsaussichten in jedem Fall schlecht sind. Wird der Krebs - etwa durch eine Koloskopie oder eine Computertomographie des Darms (Darm-CT) - in einem frühen Stadium entdeckt, stehen die Chancen recht gut.
In welchem Stadium befindet sich der Tumor? Für Ärzte ist diese Frage nicht nur zentral, um die Heilungschancen zu beurteilen. Die Stadieneinteilung hilft ihnen auch, die Behandlung zu planen: Sie müssen nämlich entscheiden, ob eine Operation, eine konventionelle Bestrahlung oder eine Chemotherapie am geeignetsten ist. Oft kombinieren sie die unterschiedlichen Therapieformen auch miteinander.
Mediziner unterscheiden sechs verschiedene Darmkrebs-Stadien:
- Stadium 0 oder Carcinoma in situ: Dieses Stadium ist ein Frühstadium. Der Krebs wird nur in der oberflächlichen Schleimhaut des Dickdarms festgestellt
- Stadium 1: Der Krebs ist nicht mehr nur auf die oberste Schleimhaut begrenzt, sondern hat sich auf die tieferliegende 2. und 3. Schicht der Darmwand sowie die umgebende Muskelschicht des Darms ausgebreitet. Allerdings sind keine Krebszellen in der zum Bauchraum gelegenen Wand oder außerhalb des Dickdarms festzustellen
- Stadium 2: Der Krebs breitet sich auf das umliegende Gewebe aus, hat allerdings noch keine Lymphknoten befallen
- Stadium 3: Infiltration der benachbarten Lymphknoten, aber sonst keine weitere Ausbreitung auf andere Körperregionen
- Stadium 4: In anderen Körperregionen und Organen werden Metastasen gefunden
- Rezidiv: Nach Abschluss einer Behandlung tritt der Darmkrebs wieder auf oder erscheint als Organmetastase in einer anderen Körperregion. Oft werden Metastasen in der Leber oder der Lunge gefunden
Die Eigenschaften eines Darmtumors lassen sich erst nach einer Biopsie (Gewebeprobe) oder nach einer Operation bewerten. Denn der Pathologe muss den betroffenen Darmabschnitt sowie die ihn umgebenden Lymphkoten eingehend unter dem Mikroskop untersuchen.
Wenn Patienten mit ihrem Arzt über die Behandlung des Tumors sprechen, lassen sie sich am besten von einem guten Freund oder ihrem Partner begleiten. So haben sie jemanden, den sie hinterher fragen können, wenn sie nicht alles mitbekommen haben. Denn in der Aufregung vergisst ein Kranker häufig die Details des Gesprächs.
Es ist zudem ratsam, den Behandlungsvertrag - inklusive Kleingedrucktem - sorgfältig zu lesen, bevor man ihn unterschreibt. Wer das Angebot erhält, an einer Behandlungsstudie teilzunehmen, sollte sich zuerst erkundigen, wie diese Studie aussieht. Voreilig abzulehnen ist meistens nicht klug. Denn viele Gründe sprechen dafür, diese Chance auf eine neuartige und eventuell erfolgreiche Therapie zu nutzen.






