Telepsychiatrie
Praktikabel und von Patienten akzeptiert
Auch ohne räumliche Nähe kann ein Psychiater mit seinem Patienten kommunizieren und eine tragfähige Beziehung aufbauen. Erste Ergebnisse des vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen geförderten Pilotprojekts „Telepsychiatrische Konsultation in Mittelfränkischen Krankenhäusern“ sind vielversprechend.
Für den Test hatte man zwischen einer Fachklinik für Psychiatrie und zwei Akutkrankenhäusern eine dafür geeignete Videokonferenzschaltung (bidirektionale audiovisuelle Verbindung) aufgebaut. Die Testgruppe bestand aus 20 Frauen und 16 Männern im Alter von durchschnittlich 58 Jahren, die an Depressions- oder Angstsymptomen litten bzw. anderweitig psychisch auffällig waren. Davon gaben vor der Untersuchung 69 Prozent an, dass sie ein persönliches Arztgespräch bevorzugen würden. Nach der telepsychiatrischen Konsultation waren 91 Prozent der Patienten mit dem Ergebnis zufrieden und konnten sich weitere derartige Gespräche mit einem Psychiater vorstellen. Nur 15 Prozent empfanden den telepsychiatrischen Kontakt belastender als die persönliche Kommunikation mit einem Arzt.



