Kopfschmerzen
Akupunktur hilft Kopfschmerzpatienten
Akupunktur eignet sich anscheinend zur Vorbeugung von Migräneanfällen und Spannungskopfschmerzen. Zu dieser Einschätzung kommen deutsche Forscher nach der Auswertung mehrerer Studien.
Wissenschaftler von der Technischen Universität in München suchten im Rahmen zweier groß angelegter Datenbankrecherchen nach Studien, die den Einfluss von Akupunktur auf verschiedene Kopfschmerzarten untersucht hatten. Sie konzentrierten sich dabei auf Studien mit Patienten, die unter leichten bis mittelstarken Spannungskopfschmerzen litten, und Studien mit Migränepatienten mit starken Beschwerden. Insgesamt konnten 33 Studien mit über 6.700 Kopfschmerzpatienten in die Auswertung eingeschlossen werden.
Bei den Migränepatienten zeigte sich drei bis vier Monate nach Beginn der Akupunkturbehandlung ein deutlicher Rückgang der Kopfschmerzattacken gegenüber unbehandelten Studienteilnehmern. Mit der Akupunktur konnte Migräneanfällen dabei ebenso gut vorgebeugt werden wie mit schulmedizinischen Arzneimitteln. Interessanterweise war jedoch die Behandlung mit Nadelstichen an "falschen" Stellen, also nicht an den entsprechenden Akupunkturpunkten, genauso wirksam wie die korrekt ausgeführte Akupunktur.
In der Spannungskopfschmerz-Gruppe litten die Patienten ab einer Akupunktur-Behandlungsdauer von zwei Monaten seltener unter Kopfschmerzen als Patienten, die mit herkömmlichen Schmerzmitteln behandelt worden waren. Die "falsche" Akupunktur war bei Spannungskopfschmerz-Patienten etwas weniger wirksam als die "echte".
"Generell scheint die Akupunktur bei Kopfschmerzen gut wirksam zu sein", fassen die Münchner Wissenschaftler zusammen. "Inwieweit ein gut ausgebildeter Akupunkteur mit dieser Behandlung bessere Ergebnisse erzielt als einer, der nur die Grundlagen der Technik beherrscht, muss noch geklärt werden. In der vorliegenden Untersuchung schien die korrekte Durchführung der Akupunktur eher zweitrangig zu sein. Ein Indiz dafür, dass auch ein starker Placebo-Effekt eine Rolle spielen könnte."
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