Migräne

Vitamintherapie bei hormonbedingter Migräne?

Frauen, die an einer sogenannten Menstruationsmigräne leiden, könnten von einer Nahrungsergänzung mit Vitamin-E-Präparaten profitieren, haben Wissenschaftler in einer aktuellen Studie herausgefunden.

Schwankungen der Hormonspiegel, etwa im Zusammenhang mit der Regelblutung, können Migräne auslösen. Viele Frauen stellen daher eine veränderte Migränefrequenz in Verbindung mit dem monatlichen Zyklus fest. Für das Auftreten der sogenannten Menstruationsmigräne kommen unterschiedliche Gründe in Betracht, unter anderem scheint die hormonartige Substanz Prostaglandin eine Rolle zu spielen. Durch die Einnahme von Vitamin E können ihre Spiegel gesenkt werden.

Iranische Wissenschaftler von der Tarbiat Modarres Universität in Teheran untersuchten deshalb, ob Frauen mit regelabhängigen Migränebeschwerden von einer Nahrungsergänzung mit Vitamin E profitieren können. In die Studie einbezogen waren 72 Frauen, die an zyklusabhängigen Migränebeschwerden litten. Voraussetzung für eine Studienteilnahme war, dass die Frauen mindestens drei Monate vor Studienbeginn keinerlei Hormonbehandlungen erhalten hatten.

Die Probandinnen erhielten zunächst über einen Zeitraum von zwei Monatszyklen ein Scheinmedikament ohne Wirkstoff (Placebo), das jeweils fünf Tage lang - im Zeitraum von zwei Tagen vor bis drei Tagen nach der Regel - eingenommen wurde. Die Scheinbehandlung endete mit einer einmonatigen "Auswaschphase". Im Anschluss erhielten die Probandinnen ein Vitamin-E-Präparat, das identisch aussah und in den folgenden zwei Monaten in gleicher Weise wie das Scheinpräparat anzuwenden war. Über den Studienzeitraum hinweg dokumentierten die Frauen die Stärke ihrer Kopfschmerzen und andere Migränebeschwerden mittels Fragebögen.

Unter Vitamin-E-Einnahme zeigten sich sowohl die Stärke der Kopfschmerzen wie auch das Maß an Arbeitsunfähigkeit, das sich infolge der Kopfschmerzattacken ergab, stark reduziert. Die Frauen berichteten zudem von einer geringeren Empfindlichkeit gegenüber Licht und Lärm - Beschwerden, die eine Migräneattacke üblicherweise begleiten. Auch das migränetypische Symptom Übelkeit trat weniger ausgeprägt auf als unter der Placebobehandlung.

"Vitamin E könnte eine nützliche Therapieoption für Frauen sein, die an diesem einschränkenden und schwer zu bewältigenden Kopfschmerz-Subtyp leiden", resümieren die Forscher. Weitere Studien seien jedoch erforderlich, um die Effektivität dieser Behandlungsmaßnahme bei Menstruationsmigräne einschätzen zu können.

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Quelle: Nach Informationen von www.medwire-news.md
Autor: Claudia Urban
Stand: Jan 15, 2009


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