Morbus Crohn & Colitis ulcerosa
Weniger Darmkrebstote bei entzündlichen Darmerkrankungen
Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen sterben immer seltener an Darmkrebs, obwohl sie nach wie vor ein hohes Risiko für diese Erkrankung haben, wie aktuelle Studienergebnisse zeigen.
Entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa erhöhen das Risiko für Darmkrebs. Doch haben sich in den letzten vier Jahrzehnten die Behandlungsmöglichkeiten von entzündlichen Darmerkrankungen deutlich verbessert. Ein Team von Wissenschaftlern des Karolinska Insituts in Stockholm (Schweden) ging der Frage nach, ob dies auch das Krebsrisiko positiv beeinflusst hat.
Der Analyse lagen Daten von über 7.600 Patienten zugrunde, die zwischen 1954 und 1989 an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa erkrankt waren. Die Forscher erfassten in der Studienpopulation die Höhe der Darmkrebsrate und die Anzahl der darmkrebsbedingten Todesfälle in den Jahren 1970-2004.
Insgesamt war das Darmkrebsrisiko der Teilnehmer ungefähr doppelt so hoch wie das der Allgemeinbevölkerung. Während des Beobachtungszeitraumes von 34 Jahren nahm der Anteil der Morbus-Crohn und Colitis-ulcerosa-Patienten, die an Darmkrebs erkrankten, nur wenig ab. Dennoch starben im Verlauf der Studie immer weniger Patienten an der Krebserkrankung. Dieser Rückgang der Sterberate war deutlich: Im Jahr1970 starben Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen 3,2-mal häufiger an Darmkrebs als andere Menschen, in den Jahren 2000-2004 war die Darmkrebs-bezogene Sterbewahrscheinlichkeit dieser Patienten nur noch 0,7-mal höher.
In den letzten 35 Jahren ist das Darmkrebsrisiko von Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen nicht nennenswert zurückgegangen; die Chance, die Krebserkrankung zu überleben, hat sich dagegen substanziell verbessert, fassen die Autoren zusammen.
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