Chronische Darmerkrankungen
Muskeln und Knochen junger Patienten stärken
Junge Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn zeigen Defizite an Knochen und Muskeln. Das kann eine normale Entwicklung und die Knochengesundheit gefährden.
Amerikanische Wissenschaftler untersuchten die Knochendichte und Muskelmasse von 78 jungen Morbus-Crohn-Patienten im Alter von 5 bis 18 Jahren. Die Messwerte verglichen die Forscher anschließend mit den Ergebnissen aus Untersuchungen gesunder Kinder und Jugendlicher.
Das Team um Studienleiter Dr. Mary Leonard stellte fest, dass die jungen Studienteilnehmer mit der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung zum Zeitpunkt der Krankheitsdiagnose weniger kräftige Knochen und eine geringere Muskelmasse aufwiesen als ihre gesunden Altersgenossen.
Auch sechs Monate nach Beginn einer antientzündlichen Therapie zeigten sich noch Defizite in den Knochen und Muskeln, die selbst ein Jahr nach Beginn der Behandlung noch nicht vollständig behoben waren. Entgegen den Erwartungen zeigte die Behandlung mit Glukokortikoiden keine knochenschädigende Wirkung sondern half dabei, die Knochendichte zu erhöhen.
Dr. Leonard betonte abschließend, dass diese Studienergebnisse gefährliche Defizite im Bezug auf Knochendichte und Muskelmasse bei jungen Morbus-Crohn-Patienten aufzeigten. Diese waren selbst ein Jahr nach Behandlungsbeginn noch nachweisbar. Das Forscherteam fordert deshalb eine gezielte knochenaufbauende Therapie für diese Patientengruppe.
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