Speiseröhrenerkrankungen
Forschungsergebnisse machen Hoffnung auf Stammzelltherapie
Krankhaft veränderte Schleimhäute der Speiseröhre können ein Risikofaktor für die Entstehung von Krebs sein. Um dies zu verhindern, setzen Wissenschaftler auf die Regeneration der Speiseröhre durch Stammzellen.
Stammzellen sind noch unspezialisierte Vorläuferzellen, die sich unbegrenzt vermehren und verschiedene Zelltypen des Körpers bilden können. Bislang konnten Wissenschaftler sie in einigen Organen des menschlichen Körpers nachweisen. In manchen Fällen lassen sich geschädigte Zellen mithilfe einer Stammzelltherapie durch neue ersetzen. Nun haben amerikanische Forscher auch in der Speiseröhre von Mäusen diese Zellart identifiziert.
Bei Laborversuchen an Geweben aus der Speiseröhre von Mäusen konnte das Team um Dr. Anil Rustgi von der Universität in Pennsylvania Stammzellen isolieren. Diese wurden anschließend kultiviert und bildeten neues Speiseröhrengewebe. Anschließende Implantationsversuche an Mäusen zeigten, dass sich die künstlich entstandenen Zellverbände auch im lebenden Tier gut in das Gewebe integrierten.
Dr. Rustgi erklärte bei der Vorstellung der Ergebnisse, dass diese Versuche dazu beitrügen, die Funktion und Bedeutung von Stammzellen besser verstehen zu können. Das Ziel der Wissenschaftler sei es nun, menschliche Vorläuferzellen in der Schleimhaut der Speiseröhre von Patienten zu erkennen, diese zu isolieren und zu kultivieren, um sie anschließend an derselben Stelle wieder applizieren zu können. Die Forscher erhoffen sich dadurch, geschädigtes Gewebe durch gesunde Stammzellen reparieren zu können.
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