Chronische Darmerkrankungen
Wissenschaftler entlarven verantwortliches Protein
Forscher haben neue Erkenntnisse über die Entstehung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen gewonnen. Für betroffene Patienten bedeutet dies Hoffnung auf eine neue Therapie.
Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen leiden unter einem überaktiven Immunsystem, das nicht nur gegen schädliche Darmbakterien, sondern auch gegen nützliche Kulturen vorgeht und so Entzündungen verursacht. Vermittelt werden diese Reaktionen über mehrere Signalwege innerhalb der Darmzellen.
Um diese Vorgänge näher zu erforschen, untersuchten Wissenschaftler der Universität Edinburgh in Schottland Darmzellen von Patienten mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung und verglichen diese mit den Darmzellen gesunder Probanden.
Bei einigen Darmpatienten entdeckten die Forscher einen Gendefekt, der dazu führte, dass ein bestimmtes Protein des Signalwegs weniger aktiv war. Die Wissenschaftler vermuten, dass das betroffene Gen im gesunden Darm dafür zuständig ist, Entzündungen zu verhindern. Bei Betroffenen mit einem Defekt an dieser Stelle der Erbinformation könne es zu unkontrollierten Reaktionen des Immunsystems kommen, erläutern sie. Entzündungen seien die Folge.
Die Wissenschaftler hoffen jetzt, eine neuartige Therapie entwickeln zu können, die das ausschlaggebende Protein stärkt und so den Gendefekt ausgleichen kann.
Powered by
![]()



