Magenerkrankungen
Macht ein weit verbreiteter Magenkeim müde?
Das Bakterium Helicobacter pylori wird für viele Magenerkrankungen verantwortlich gemacht. Ob es auch die Speicherung von lebensnotwendigem Eisen beeinträchtigt und damit müde macht, war Thema einer aktuellen Studie.
Eisen ist ein wichtiges Spurenelement, das der Körper benötigt, um mit den roten Blutkörperchen Sauerstoff transportieren zu können. Erste Anzeichen eines Eisenmangels können Müdigkeit und Erschöpfung sein. Das weit verbreitete Magenbakterium Helicobacter pylori verursacht bei vielen Menschen Magenschleimhautentzündungen oder andere Magenprobleme.
Ältere Studien lieferten widersprüchliche Ergebnisse darüber, ob Helicobacter pylori auch die Speicherung von lebenswichtigem Eisen beeinflusst. Um Klarheit in dieses Thema zu bringen, werteten israelische Wissenschaftler mehr als 30 Studien aus, in denen die Eisenwerte der betroffenen Patienten aufgezeichnet worden waren.
Eine Infektion mit dem Magenkeim erhöhte das Risiko für einen Eisenmangel um den Faktor 1,4. Das Risiko, eine Blutarmut aufgrund von Eisenmangel zu entwickeln, war bei Patienten mit Helicobacter pylori sogar fast dreimal so hoch wie bei Menschen ohne diesen Keim.
Das Studienteam fand außerdem Hinweise darauf, dass eine Infektion mit dem Magenkeim auch die Verwertung von Eisen aus Nahrungsergänzungsmitteln negativ beeinflussen kann. Welche Mechanismen hinter dieser Beziehung stehen, müssen weitere Forschungen zeigen.
Weitere Untersuchungen seien auch notwendig, um Klarheit darüber zu bekommen, ob eine Therapie zur Entfernung des Magenkeims helfen kann, die Eisenspiegel wieder zu erhöhen, schließen die Wissenschaftler.
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