Refluxkrankheit
Liegt Sodbrennen in den Genen?
Der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre ist nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich. Forscher sind einer neuen Therapie gegen die übermäßige Magensäureproduktion auf der Spur.
Der Verdauungssaft im Magen besteht hauptsächlich aus Salzsäure. Produziert der Körper zu viel davon, können Sodbrennen oder sogar Magengeschwüre die Folgen sein. Ein Gen, das für die Freisetzung eines Bestandteils der Salzsäure zuständig ist, ist den Forschern schon seit Längerem bekannt. Nun haben amerikanische Wissenschaftler ein weiteres Gen entdeckt, das die Produktion eines zweiten Säurebestandteiles reguliert.
Die Forscher fanden das verantwortliche Gen bei Tests an Mäusen. Die Sekretion von Magensäure stoppte, wenn die Forscher dieses Gen ausschalteten. Der Versuchsleiter Prof. Soleimani erklärte, dass nur das Zusammenspiel beider Gene die Produktion der Salzsäure sicherstellen kann.
Herkömmliche Säureblocker, die derzeit zur Therapie eingesetzt werden, können nach Meinung von Prof. Soleimani bei Langzeitgebrauch eine Schädigung der Magenschleimhaut verursachen. Das Forscherteam hofft deshalb, dass seine Entdeckung eines Tages zu einer speziellen Gentherapie führen wird.
Powered by
![]()



