Alzheimer
Weniger Hirnmasse früh erkennbar
Die Magnetresonanztomografie kann Alzheimerdemenz womöglich zehn Jahre vor Ausbruch erkennen, wie eine Studie der Harvard Medical School zeigt.
Nahezu ein Jahrzehnt bevor sich die ersten Krankheitszeichen einer Demenz zeigen, beginnen bestimmte Gehirnregionen bei Morbus Alzheimer zu schrumpfen, berichten Forscher der Harvard Medical School in Boston.
Mithilfe der Magnetresonanztomografie, die Aufnahmen von Struktur und Funktionen von Geweben und Organen macht, untersuchten die Ärzte 56 Personen über 70 Jahre. Sie beobachteten die Entwicklung der Hirnmasse bis zu elf Jahre nach Beginn der Studie. Dabei konzentrierten sich die Wissenschaftler auf die Hirnregionen, die mit Alzheimer in Zusammenhang gebracht werden wie etwa den Hippocampus.
Von den Probanden mit der kleinsten Hirnmasse in diesen Bereichen erkrankten im Verlauf 55 Prozent an Alzheimer, von den Teilnehmern mit der größten Hirnmasse in den betreffenden Gebieten entwickelte keiner eine Demenz. Personen mit durchschnittlicher Hirnmasse entwickelten zu 20 Prozent Alzheimersymptome.
Die Forscher vermuten, dass NMR-Untersuchungen wie die Magnetresonanztomografie helfen könnten, frühzeitig Alzheimer zu erkennen.



