Nichtraucherschutzgesetze
Rauchverbot zeigt deutliche Wirkung
Ein neuer Report des Deutschen Krebsforschungszentrums offenbart, wie es um die Akzeptanz des Nichtraucherschutzgesetzes in der Bevölkerung und seine Wirkung bestellt ist.
Die in den letzten Jahren in Deutschland eingeführte Nichtraucherschutzgesetze sorgen nicht nur für eine qualmfreie Umgebung, sondern außerdem immer wieder für kontroverse Diskussionen über den Nutzen entsprechender Reglungen. Der neue Report des Deutschen Krebsforschungszentrums "Nichtraucherschutz wirkt - eine Bestandsaufnahme der internationalen und der deutschen Erfahrungen" hat es sich zum Ziel gesetzt, den Diskussionen ein Ende zu bereiten und zu beleuchten, wie es um die Zustimmung der Bevölkerung bestellt ist. Das Ergebnis des Reports: Zumindest in Deutschland hat sich mit der Luftqualität in öffentlichen Einrichtungen auch das Ansehen der Gesetze in der Bevölkerung gebessert.
Messungen des Deutschen Krebsforschungszentrums zeigen, dass die Belastung mit Tabakrauchpartikeln in Kneipen, die sich daran halten, seit Einführung der Nichtraucherschutzgesetze um stolze 80 Prozent gesunken ist. Entsprechend freier können die Gäste und vor allem nichtrauchende Mitarbeiter wieder durchatmen. Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass sich über 70 Prozent der Bevölkerung für ein 100-prozentiges Rauchverbot in Gaststätten aussprechen. Doch auch immer mehr Raucher verzichten gern auf das Gesundheitslaster. So plädieren immerhin zwei Drittel aller Gelegenheitsraucher und 41 Prozent der regelmäßigen Raucher für rauchfreie Kneipen und Restaurants.
Wie der Report zudem offenbart, scheinen Raucher gleich doppelt vom Nichtraucherschutzgesetz in öffentlichen Einrichtungen zu profitieren. Denn nicht wenige haben infolge des Gesetzes ihren Zigarettenkonsum reduziert oder dem Glimmstängel sogar gänzlich entsagt. Immer mehr Raucher sind zumindest teilweise zu überzeugten Nichttätern geworden und haben die eigenen vier Wände zur rauchfreien Zone erklärt. Umfragen haben ergeben, dass vor der Einführung der Nichtraucherschutzgesetze im Jahr 2007 lediglich 30 Prozent der Raucher auf eine qualmfreie Wohnung bestanden. Im vergangenen Jahr waren es bereits 41 Prozent, die sich die qualmende Zigarette daheim verboten.



