Studie
Bio-Fans leben gesünder
Forscher haben herausgefunden, dass überzeugte Biokäufer eher eine gesunde Lebensweise pflegen und stärker auf ihre Ernährung achten als Nicht-Biokäufer.
Wer beim Einkaufen vor allem Lebensmittel mit Biosiegel in den Einkaufswagen lädt, scheint generell stärker auf seine Gesundheit zu achten als Personen, die keine oder nur wenige Bioprodukte kaufen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher nach Auswertung der Nationalen Verzehrsstudie II, die am Max Rubner-Institut durchgeführt wurde. Demnach wählen Biokäufer eher gesunde Lebensmittel aus als Nicht-Biokäufer.
Sie essen mehr Obst und Gemüse und weniger Fleisch und Wurstwaren sowie Süßigkeiten als Nicht-Biokäufer. Außerdem rauchen sie deutlich seltener und sind sportlich aktiver als Personen, die keine Biowaren kaufen.
Interessant ist, dass mehr als die Hälfte der sogenannten Intensivkäufer von Bioprodukten über 50 Jahre alt ist. Die jüngste Altersgruppe (18-24 Jahre) hält sich beim Biokauf eher zurück und bedient sich vorrangig an Lebensmitteln, die nicht aus biologischem Anbau stammen. Gleichwohl wurden Intensiv-Biokäufer in jeder Einkommensstufe beobachtet, auch Menschen aus der Gruppe mit dem niedrigsten Einkommen kauften „Bio“.
Große Unterschiede zeigten sich in Sachen Gesundheitswissen und Ernährungsinformation. Biokäufer erreichten mit einem Anteil von 39 Prozent das Prädikat „gutes Ernährungswissen“ deutlich häufiger als die Nicht-Biokäufer, die es nur auf 23 Prozent schaffen.
Für die Verzehrsstudie wurden 14.200 Menschen zu ihren Kauf- und Lebensgewohnheiten befragt. Die Datenfülle hat es den Forschern erstmals ermöglicht, Bio-Käufern intensiv auf den Zahn zu fühlen. Die Ergebnisse wurden auf dem Workshop zum Projekt: „Auswertung der Daten der Nationalen Verzehrsstudie II: Eine integrierte verhaltens- und lebensstilbasierte Analyse des Bio-Konsums“ vorgestellt.



