Asthma
Putzmittel steigern Asthmarisiko
Krankenhausmitarbeiter, die häufig in Kontakt mit chemischen Reinigungsmitteln kommen, haben einer US-amerikanischen Untersuchung zufolge ein deutlich erhöhtes Asthmarisiko.
Krankenschwestern hantieren in ihrer täglichen Arbeit häufig mit Putz- und Desinfektionsmitteln. Ob diese Tätigkeiten mit einem erhöhten Asthmarisiko verbunden sind, untersuchten US-Wissenschafter in einer aktuellen Studie.
Die Forscher werteten dazu die Daten von 3.650 texanischen Krankenhausmitarbeitern aus. Es zeigte sich, dass der Umgang mit Chemikalien, die zum Reinigen von medizinischen Geräten verwendet werden, das Asthmarisiko um mehr als das 7-Fache steigerte. Schwestern und Pfleger, die andere gängige Putz- und Desinfektionsmittel verwendeten, hatten immerhin noch ein knapp doppelt so hohes Risiko für die Atemwegserkrankung wie Studienteilnehmer, die gar nicht mit den Reinigungsmitteln in Berührung kamen. Auch die Verwendung von gepuderten Latexhandschuhen, die heutzutage aufgrund ihres Allergiepotenzials vielerorts gar nicht mehr verwendet werden, steigerte das Asthmarisiko. Gleiches galt für den Umgang mit Klebstoffen und Lösungsmitteln.
Die britische Asthmaexpertin Dr. Elaine Vickers kommentiert: "Wir wissen, dass allein in Großbritannien jedes Jahr bis zu 3.000 Menschen berufsbedingt an Asthma erkranken. Diese Studie bestätigt frühere Vermutungen, wonach auch Krankenpfleger zur Risikogruppe gehören." Um die Gefahr zu minimieren, sollten nach Möglichkeit feste oder flüssige Desinfektionsmittel anstelle von Sprays verwendet werden. Darüber hinaus empfiehlt Vickers einen sparsamen Umgang mit den Reinigungsmitteln und häufiges Lüften.
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