Dr. Günter Gerhardt: Tipp des Tages vom 28.09.2007
Blasenentzündung
Vor allem den Damen bleibt sie im Laufe ihres Lebens meist nicht erspart: die Blasenentzündung (Zystitis). Was da zunächst eigentlich ganz harmlos klingen mag, kann sehr unangenehme Beschwerden zur Folge haben. Je nach Entzündungsgrad klagen die Betroffenen nicht nur über das Gefühl ständigen Harndrangs, Brennen beim Wasserlassen oder Schmerzen im Unterbauch, sondern auch über Fieber und allgemeine Abgeschlagenheit.
Verursacht wird die Entzündung gewöhnlich durch Bakterien, die über die Harnröhre in die Blase gelangen. Deshalb sind Frauen auch in aller Regel so viel häufiger betroffen, da sie - im Vergleich zu Männern - über eine viel kürzere Harnröhre verfügen. Die Bakterien selbst stammen dabei häufig aus dem Darm. Sie gelangen beispielsweise durch falsche Hygienemaßnahmen schließlich in die Blase.
Mit viel Flüssigkeit ausschwemmen
Unter Umständen kann es bei den ersten Symptomen einer Blasenentzündung durchaus genügen, sehr viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen: Mit mindestens drei Litern Tee, besser vier, lassen sich die Erreger meist noch ausschwemmen, wodurch Schlimmeres vermieden werden kann. Wacholderbeer-Tee eignet sich für eine solche Trinkkur besonders gut. Das gilt allerdings nicht, wenn bereits eine Nierenentzündung vorliegt. Manchmal aber reichen solche naturheilkundlichen Verfahren leider nicht mehr aus. Mittels einer Keimbestimmung aus dem Urin kann dann entschieden werden, welches Antibiotikum angezeigt ist.
Steinleiden und Missbildung ausschließen lassen
Wenn Sie relativ häufig unter einer Blasenentzündung leiden, sollte mit Hilfe von Ultraschall- und Nierenuntersuchungen ausgeschlossen werden, dass beispielsweise ein Steinleiden oder eventuell auch eine anatomische Missbildung (Harnröhrenverengung) vorliegt. Unter Umständen können auch psychisch belastende Lebenssituationen und ein schwaches Immunsystem auf die Blase drücken. Aber selbst in solchen Fällen lässt sich durchaus was machen - wenn man nur um die Ursache weiß.



