Atemwegserkrankungen
Menschen mittleren Alters häufig unwissentlich betroffen
Einer französischen Studie zufolge leidet ein großer Teil der Bevölkerung mittleren Alters unwissentlich unter Erkrankungen der Atemwege. Dies schränkt die Lebensqualität der Betroffenen erheblich ein.
Laut Dr. Nicolas Roche von der Université Paris René Descartes ist es vor allem die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), die Menschen dieser Altersgruppe zu schaffen macht und dennoch nicht immer erkannt wird. Dr. Roche und sein Team kamen zu dieser Einschätzung, indem sie knapp 5.000 Freiwillige im Alter ab 45 Jahren untersuchten.
Alle Studienteilnehmer beantworteten Fragen zu ihrem allgemeinen Gesundheitszustand, Atemwegserkrankungen und Fehltagen bei ihrer Arbeitsstelle. Außerdem führten die Untersucher mit den Teilnehmern Lungenfunktionstests durch und beurteilten deren Lebensqualität.
Die Ergebnisse des Lungenfunktionstests offenbarten bei 7,5% der Untersuchten eine Verengung der Atemwege. In 94% dieser Fälle war zuvor nie eine Atemwegserkrankung festgestellt worden. Die betroffenen Patienten berichteten häufiger über Atemlosigkeit, eine eingeschränkte Lebensqualität und sie hatten mehr Arbeitsfehltage als diejenigen ohne Atembeeinträchtigung.
Vor dem Hintergrund ihrer Studie halten Dr. Roche und sein Team die Einführung von Reihenuntersuchungen der Lungenfunktion bei Älteren für gerechtfertigt. Die Ergebnisse zeigten, dass auch eine leichte bis mittelschwere Verengung der Atemwege beträchtliche Auswirkungen auf die Lebensqualität und die Arbeitsproduktivität Betroffener habe, begründen sie.
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