COPD
Epstein-Barr-Virus an der Entstehung der COPD beteiligt?
Jüngste Forschungsergebnisse lassen einen Zusammenhang zwischen der Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus und COPD vermuten.
Von der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sind vor allem Raucher betroffen. Die Ergebnisse früherer Studien deuten darauf hin, dass das Epstein-Barr-Virus bei der Krankheitsentstehung der COPD eine Rolle spielen könnte. Dieser Erreger wird auch mit mehreren anderen Erkrankungen in Verbindung gebracht: dem Pfeifferschen Drüsenfieber, dem Burkitt-Lymphom und der Lungenfibrose. Inwiefern auch zwischen der COPD und dem Epstein-Barr-Virus ein Zusammenhang besteht, untersuchten irische Forscher in einer aktuellen Studie.
Dazu testeten die Wissenschaftler das Sputum (abgehusteter Auswurf) von 204 COPD-Patienten und von 16 gesunden Rauchern auf das Epstein-Barr-Virus. 136 der untersuchten COPD-Patienten befanden sich gerade in einer Phase mit akuten Beschwerden wie Atemprobleme und Husten. Der Anteil derjenigen, die mit dem Virus infiziert waren, lag bei den COPD-Patienten deutlich höher als bei den gesunden Rauchern: Von den Studienteilnehmern mit COPD, die sich gerade in einer akuten Erkrankungsphase befanden, waren 48 Prozent infiziert, unter den stabilen COPD-Patienten waren es 46 Prozent. Demgegenüber war nur bei einem der untersuchten Raucher ohne COPD das Virus im Sputum nachweisbar (6 Prozent).
Demzufolge könnte eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus die Entwicklung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung begünstigen.
Powered by
![]()



