Durchfall, Diarrhö - Wann zum Arzt?

Durchfall (Diarrhö) ist ein Symptom, das vielfältige Ursachen haben kann. Ein akuter Durchfall lässt sich gut mit Hausmitteln und rezeptfreien Medikamenten behandeln und ist meist nach drei Tagen überstanden.


Wann zum Arzt?

Ein schwerer oder länger als 3 Tage anhaltender Durchfall, der auf Hausmittel oder rezeptfreie Medikamente nicht anspricht, muss ärztlich behandelt werden. Ist die Ursache eine schwere Infektion (z.B. nach einer Reise in tropische Regionen), wird der Arzt ein speziell für den Patienten ausgewähltes Antibiotikum verordnen. Vermutet der Arzt eine schwerwiegendere Erkrankung als Ursache des Durchfalls, wird er diagnostische Maßnahmen ergreifen, um diese Ursache zu finden.Bei einer Nahrungsmittelallergie oder -unverträglichkeit muss der Betroffene eine spezielle Diät (z.B. glutenfreie Kost bei der Gluten-Unverträglichkeit Zöliakie) einhalten.

Ein schwerer oder länger als 3 Tage anhaltender Durchfall, der auf Hausmittel oder rezeptfreie Medikamente nicht anspricht, muss in jedem Fall vom Arzt behandelt werden.

  • bei Säuglingen nach 6 Stunden
  • bei Kleinkindern nach 12 Stunden
  • nach erfolgloser Loperamid-Therapie: nach 48 Stunden
  • bei Erwachsenen: wenn der Durchfall länger als 3 Tage andauert
  • bei blutigem Durchfall
  • bei schlechtem Allgemeinzustand oder weiteren Symptomen wie z.B. Teilnahmslosigkeit

Bei Durchfällen, die nach einer Auslandsreise (vor allem in tropische oder subtropische Regionen) auftreten, ist in jedem Fall ein Arzt zu konsultieren.

Was macht der Arzt?

  • Ist die Ursache eine schwere Infektion (z.B. nach einer Reise in tropische Regionen), wird der Arzt ein speziell für den Patienten ausgewähltes Antibiotikum verordnen.
  • Entdeckt der Arzt eine Nahrungsmittelallergie oder -unverträglichkeit muss der Betroffene eine spezielle Diät (z.B. glutenfreie Kost bei der Gluten-Unverträglichkeit Zöliakie) einhalten.
  • Vermutet der Arzt eine schwerwiegendere Erkrankung als Ursache des Durchfalls, wird er diagnostische Maßnahmen ergreifen, um diese Ursache zu finden.

Quelle: Rote Liste online (www.rote-liste.de)
Bruhn/Frey/Wagner: Das Kind in der Apotheke. Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart (2006)
Wernig, C. (Hrsg.): Medizin für Apotheker. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, 2. Auflage (1997)
Schaefer/Spielmann/Vetter: Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit, Elsevier GmbH, 7. Auflage 2006
Lennecke/Hagel/Przondziono: Selbstmedikation, Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart (2004)
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