Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit - Ursachen
Ursachen
Mit den Jahren lässt die Durchblutung von Organen und Geweben nach. Dadurch erhalten diese weniger Sauerstoff und Nährstoffe (z. B. Glukose, B-Vitamine). Auf eine solche Unterversorgung reagiert das Gehirn empfindlicher als andere Organe. Verantwortlich dafür ist eine altersbedingte Verengung der Arterien (Arterienverkalkung, Arteriosklerose). Arterien sind diejenigen Gefäße, die sauerstoff- und nährstoffreiches Blut zu Geweben und Organen bringen, also auch zum Gehirn. Die Arterienverengung entsteht, weil sich mit der Zeit Blutbestandteile (z. B. Cholesterin, Blutplättchen) in den Gefäßen ablagern. Je enger ein Gefäß wird, desto langsamer fließt das Blut hindurch und desto mehr Stoffe lagern sich ab. Die Durchblutung in sehr feinen Gefäßen, wie in denen des Gehirns, ist gegenüber diesen Vorgängen besonders anfällig. Zahlreiche Faktoren, die mit der Lebensweise verknüpft sind, begünstigen das Geschehen und folglich auch eine Mangeldurchblutung: Stress, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte (zum Beispiel Cholesterin), Rauchen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und Bluthochdruck.
Wissenswertes
Das Gehirn bildet zusammen mit dem Rückenmark das zentrale Nervensystem (ZNS). Mit einem Gewicht von 1,3 bis 1,8 Kilogramm beim Erwachsenen ist das Gehirn mit nur 2 Prozent am Körpergewicht beteiligt. Trotzdem verbraucht es etwa 20 Prozent der verfügbaren Energie, hauptsächlich in Form von Traubenzucker (Glukose).
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