Dickdarmkrebs - Rektumkarzinom - Ursachen

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen. Hier finden Sie alles zum Thema.


Ursachen

Als eine der Hauptursachen für die Entstehung von Dickdarmkrebs werden Ernährungsgewohnheiten verantwortlich gemacht, wie sie in vielen vergleichsweise wohlhabenden Ländern der westlichen Welt verbreitet sind.

Der häufige Konsum von rotem Fleisch und tierischen Fetten bei einer gleichzeitig niedrigen Aufnahme von Obst, Gemüse und Ballaststoffen gilt als mitentscheidend bei der Darmkrebsentstehung. Dies gilt auch für einen hohen Alkoholkonsum. Vor allem die bei der Fleischverdauung als Ausscheidungsprodukt entstehenden Gallensäuren scheinen einen Krebs auslösenden Einfluss auf die Zellen der Darmwand zu haben.

Durch die Abwesenheit von Ballaststoffen bei gleichzeitiger Darmträgheit, aber auch durch Bewegungsmangel haben diese Stoffe in konzentrierter Form und über einen längeren Zeitraum Kontakt mit der Schleimhaut.

Es gibt aber noch weitere Risikofaktoren:

  • Das Darmkrebsrisiko steigt mit zunehmendem Lebensalter, ab dem 45. Lebensjahr, stark an. Aus diesem Grund raten Expertengruppen dazu, in diesem Alter erstmals eine Dickdarmspiegelung vornehmen zu lassen.
  • Stark übergewichtige Menschen erkranken häufiger an Darmkrebs als Personen mit Normalgewicht.
  • Das Vorliegen bestimmter entzündlicher Darmerkrankungen wie der Crohnschen Erkrankung oder der Colitis ulcerosa kann das Darmkrebsrisiko um das 20-fache erhöhen.
  • Zehn Prozent aller Darmkrebserkrankungen entstehen auf dem Boden erblicher Erkrankungen, die mit einer hohen Zahl an Darmpolypen verbunden sind. Ein Beispiel ist die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP). Bei Menschen mit solcher Erkrankung, entwickelt sich nahezu ausnahmslos ein Dickdarmkrebs im Alter von durchschnittlich 36 Jahren, wenn die Erkrankung nicht behandelt wird.
  • Auch Bestrahlungen der Bauch- oder Beckenorgane, zum Beispiel zur Behandlung von Gebärmutterkrebs, können das Darmkrebsrisiko erhöhen.

Man geht heute davon aus, dass bis zu 90 Prozent aller Dickdarmkrebserkrankungen auf dem Boden zunächst gutartiger Gewebswucherungen, so genannter Adenome oder Darmpolypen entstehen. Etwa sieben Prozent aller Menschen haben solche Adenome oder Polypen in ihrem Darm. Sie verursachen nur in seltenen Fällen Beschwerden. Fast in jedem dieser gutartigen Adenome finden sich mit zunehmender Größe und fortschreitender Zeit Krebszellen. Diese Umwandlung, auch Adenom-Karzinom-Sequenz genannt, dauert etwa zehn Jahre.

Quelle: Springer Medizin
Seite empfehlen:
A A A
Ärzte Zeitung - DIE Tageszeitung für die Praxis

Täglich Neue Forschungsergebnisse zu medizinischen Themen: Vorbeugen, Erkennen, Behandeln.
www.aerztezeitung.de

Twitter

Twitter

Folgen Sie uns auf Twitter!

Bekommen Sie täglich News in Ihrem Twitter-Feed und nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Hier geht's zu unserer Twitter-Seite

Kooperationspartner

cover_wissen_und_gesundheit_3_2011

Wissen & Gesundheit

Das Magazin für mehr Lebensqualität.

  • Gesund auf Reisen
    Zu Urlaubsvorbereitung gehört auch, Gesundheitsrisiken vorzubeugen.
  • Den Erfolg im Visier
    Magdalena Neuner findet die richtigen Rezepte, Leistungsdruck und Entspannung zu vereinbaren.
  • Dem Herzen Gutes tun
    Herzgesund leben ist nicht schwer – und lohnt sich immer!

Wissen & Gesundheit