Hämorrhoiden - Therapie
Therapie
Ganz gleich wie fortgeschritten das Hämorrhoidalleiden auch ist, dem Betroffenen ist es immer sehr lästig und unangenehm. Eine zügige, dem Krankheitsstadium angepasste ärztliche Behandlung ist deshalb schnell erforderlich. Mit der so genannten Sklerosierungstherapie und der Ligaturbehandlung stehen für die frühen Stadien sehr effektive, ambulant durchzuführende Methoden zur Verfügung. Die speziellen Operationsverfahren erfordern in der heutigen Zeit auch keine längeren Krankenhausaufenthalte mehr und sind bei fortgeschritteneren Stadien zur Heilung meist unumgänglich.
Die einzelnen Behandlungsformen in der Übersicht:
Nicht operative Behandlung
Die Behandlungsart (Therapie) des Hämorrhoidalleidens orientiert sich am Grad der Ausprägung. Das bedeutet, dass frühe Stadien auch eine nicht operative Therapie zulassen. Beim Hämorrhoidalleiden des dritten und vierten Grades ist eine Operation jedoch oft nicht zu umgehen, will man einen dauerhaften Heilungserfolg erzielen.
Bei erstgradigen Hämorrhoiden sollte der Patient vor allem auf eine ballaststoffreiche Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr (mindesstens zwei bis drei Liter Mineralwasser oder Früchte- beziehungsweise Kräutertee pro Tag) zur Stuhlregulierung achten.
Gewichtsreduktion bei Übergewicht und tägliche körperliche Bewegung sind ebenfalls wichtige Faktoren.
Eine gründliche Analhygiene und "kortisonfreie" Zäpfchen und Salben lindern Beschwerden wie Juckreiz und Brennen. Nach jedem Stuhlgang sollte der Analbereich mit klarem Wasser oder mit feuchtem Toilettenpapier (ohne Alkohol, ohne Duftstoffe) gereinigt und anschließend vorsichtig abgetrocknet werden.
Hämorrhoiden ersten Grades können mit verödenden Substanzen unterspritzt werden (zum Beispiel Phenolerdnussöl oder Chininlösung = Sklerosierungstherapie) oder mit einer speziellen Infrarotlichtbehandlung (nach Neiger) zur Rückbildung gebracht werden.
Bei zweitgradigen Hämorrhoiden kann die Verödung durch Unterspritzung (Sklerosierung) noch anwendbar sein, bei den drittgradigen Hämorrhoiden ist sie es meist nicht mehr, da diese sich schon nach aussen vorwölben und Schleimhaut vor den Analring gelangt.
Operative Behandlung
Hämorrhoiden vierten Grades sollten immer einer Operation zugeführt werden. Zum einen beeinträchtigen sie den Patienten erheblich und zum anderen können Infektionen auftreten, die im Extremfall zu Vereiterungen führen können (Abszesse, Fisteln). Auch bei drittgradigem Hämorrhoidalleiden kann eine Operation angezeigt sein.
Die Operation des Hämorrhoidalleidens erfordert in der Regel einen stationären Krankenhausaufenthalt. Die Dauer des Aufenthaltes ist abhängig von der Art der Operation, dem Heilungsverlauf und dem Alter und Gesundheitszustand des Patienten. Sie variiert zwischen ein bis zwei Tagen bis hin zu zwei bis drei Wochen. Als Narkoseverfahren kommen die Vollnarkose oder die so genannte "Spinalanästhesie" infrage.
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