Scheidenpilz - Vaginalmykose - Therapie
Therapie
Eine Pilzinfektion lässt sich in der Regel gut selbst behandeln. In Apotheken gibt es rezeptfreie Cremes und Vaginaltabletten, die einfach zu handhaben sind:
Anti-Pilz-Cremes werden ein- bis zweimal täglich mittels Applikator in die Scheide eingeführt und ein- bis zweimal dünn auf die Schamlippen aufgetragen. Sicherheitshalber sollte der Afterbereich mitbehandelt werden, da sich auch dort Pilzsporen befinden können.
Vaginaltabletten gegen Scheidenpilz werden mit Hilfe eines Applikators oder mit dem Finger in die Vagina eingeführt. Während der Menstruation sind sie nicht sinnvoll, da das Blut den Wirkstoff aus der Scheide spült.
Medikamente zum Einführen in die Scheide werden am besten abends im Liegen vor dem Einschlafen angewendet. So können sie sich auf der Scheidenschleimhaut gut verteilen und nicht gleich wieder herauslaufen.
Wichtig ist, sich jeweils an die Hinweise auf der Packung zu halten und die Behandlung nicht vorzeitig abzubrechen, weil keine Beschwerden mehr spürbar sind. Um sämtliche Pilze abzutöten, ist die vollständige Dosis der Wirkstoffe nötig! Während der Behandlung sollte man sehr genau darauf achten, täglich Unterwäsche, Handtuch und Waschlappen zu wechseln.
Ein Arztbesuch wird notwendig,
- wenn nach drei Tagen Anti-Pilz-Therapie keine Besserung eintritt,
- bei wiederkehrenden Pilzinfektionen,
- in der Schwangerschaft,
- bei Unsicherheit, ob es sich tatsächlich um Scheidenpilz handelt.
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