Schlafstörungen - Insomnie - Symptome
Symptome
Vorübergehende Beeinträchtigungen des Schlafs sind Bestandteil unseres alltäglichen Lebens. Schlaflosigkeit wird spätestens dann zu einer Krankheit, wenn sie über einen Monat lang wiederholt auftritt und die Tagesbefindlichkeit erheblich beeinträchtigt.
Erst wenn die Schlafstörungen Ausmaße annehmen, dass sie andere körperliche Störungen oder völlige Erschöpfung und seelische Störungen wie zum Beispiel Depressionen auslösen oder verschlimmern, wird die Schlaflosigkeit zu einem ernsthaften Problem. Schlaflosigkeit wird in der Medizin als Insomnie bezeichnet.
Ein- und Durchschlafstörungen gelten als Krankheit im Sinne einer so genannten Insomnie, wenn sich die Schlafbeschwerden innerhalb eines Monats mindestens dreimal pro Woche wiederholen und beim Patienten einen deutlichen Leidensdruck oder Einbußen im Wohlbefinden und der Leistungsfähigkeit am Tage auslösen.
Sie sollten, sobald sie als solche erkannt werden, dringend behandelt werden, da ansonsten die Gefahr besteht, dass sie chronisch werden und damit über Monate und Jahre das Leben des Betroffenen begleiten.
Ein- und Durchschlafstörungen bezeichnen in erster Linie einen Mangel an Schlafquantität, es kann jedoch auch ein Mangel an Schlafqualität vorliegen. So vermindern häufiges, kurzes nächtliches Erwachen und fehlender Tiefschlaf die gesamte Schlafzeit nur wenig, der Erholungswert des Schlafs kann dadurch jedoch dramatisch eingeschränkt sein.
Selbst ein auf den ersten Blick ungestörter Schlaf kann durch Serien von kurzen Aufwachvorgängen, so genannten Arousals unterbrochen sein und die Schlafstruktur und damit den Erholungswert des Schlafs erheblich beeinträchtigen. So ist zu erklären, dass Bettpartner oft von ungestörtem Schlaf subjektiv schwer kranker Insomniepatienten berichten, da sie die Serien nur Sekunden dauernder Arousals nicht wahrnehmen.
Ein- und Durchschlafstörungen gehen meist mit einer krankhaften Müdigkeit am Tage einher.
Dabei ist eine Einschlafstörung durch die Schwierigkeit, rasch einzuschlafen, gekennzeichnet. Eine Durchschlafstörung bedeutet, nachts häufig aufzuwachen und/oder nach einem Erwachen schwer wieder einschlafen zu können. Mindestens zwei Stunden vor der gewohnten und gewünschten Zeit aufzuwachen und das Unvermögen, wieder einschlafen zu können, wird als Früherwachen bezeichnet. Ein übermäßige Schläfrigkeit am Tage wird Hypersomnie genannt. Das charakteristische Zeichen der übermäßigen Tageschläfrigkeit ist der unwillkürliche Drang zu schlafen, ohne es eigentlich zu wollen. Weitere Anzeichen einer eingeschränkten Tagesbefindlichkeit können Unwohlsein, Konzentrations- und Leistungsschwäche, Muskelschmerzen, depressive Verstimmungen oder Ängste sein. Als Folge- und/oder Begleiterkrankung können auch ausgeprägte körperliche Symptome wie zum Beispiel Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen vorkommen.
Ein- und Durchschlafstörungen mit Krankheitswert
Um die Diagnose Insomnie zu stellen, also eine chronische Schlafstörung mit Krankheitswert festzustellen, müssen die folgenden Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erfüllt sein:
- Klagen über Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen oder eine schlechte Schlafqualität
- Die Schlafstörungen bestehen wenigstens dreimal pro Woche, mindestens einen Monat lang.
- Die Betroffenen beschäftigen sich nachts überwiegend mit der Schlafstörung und haben tagsüber übertriebene Sorgen vor deren negativen Konsequenzen.
- Die unbefriedigende Schlafdauer und/oder Qualität verursacht entweder deutlichen Leidensdruck oder wirkt sich störend auf die soziale und berufliche Leistungsfähigkeit aus.
Von der Weltgesundheitsorganisation werden folgende Kriterien für die Diagnose Tagesschläfrigkeit genannt:
- übermäßige Schlafneigung oder Schlafanfälle während des Tages, die nicht durch eine unzureichende Schlafdauer erklärbar sind
- Die Schlafstörung tritt täglich länger als einen Monat oder in wiederkehrenden Perioden kürzerer Dauer auf und verursacht deutliche Erschöpfung oder eine Beeinträchtigung der sozialen und beruflichen Leistungsfähigkeit.
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