Allergie - Symptome

Die Allergie ist die häufigste und wichtigste Umwelterkrankung. Das Immunsystem reagiert sensibel auf äußere, an sich harmlose Einflüsse.


Symptome

Die Allergie hat 1.000 Gesichter. Kein Wunder, denn grundsätzlich ist überhaupt nicht festgelegt, wann, wie und wo das Immunsystem zu reagieren hat. Es vermag dies an jedem Ort und mit allen ihm verfügbaren Mitteln (Immunzellen und Antikörpern).

Allergien können sich in sämtlichen Bereichen des Organismus zeigen. Am häufigsten treten sie zwar an Stellen auf, an denen Immunsystem und Zielstruktur (eben das Allergen) aufeinander treffen, das heißt an den Grenzflächen zwischen Umwelt und Organismus (also Haut und Schleimhaut). Dies zeigt sich an der Haut als Ekzem oder Nesselsucht, in den Atemwegen als Schnupfen oder Asthma, im Ernährungstrakt als Schwellung im Mund und Rachen oder als Durchfall mit Krämpfen. Dennoch sind andere Orte - wie Leber, Niere, Nervensystem und Augen - von der Begegnung nicht ausgeschlossen, sie bleiben jedoch oft unbemerkt, da der Zusammenhang zwischen dem auslösenden Kontakt und der Reaktion verschleiert ist.

Seltener, jedoch gefährlich, sind Allergien im Kreislauf, die zum potenziell tödlichen Schock führen, wie dies nach Insektenstichen oder nach der Transfusion unpassenden Blutes der Fall sein kann.

Manche Allergie wird selbst von den Fachleuten vergleichsweise spät erkannt, wie zum Beispiel die Immunreaktion gegen das gerinnungshemmende Heparin (zur Thromboseverhütung), was zu grotesken Folgen mit Gefäßverstopfung und gleichzeitiger Blutungsneigung führt. Auch heute noch werden mysteriöse Erkrankungen als Allergie enttarnt, beispielsweise die Verstopfung von Gefäßstützen zur Verhütung eines weiteren Herzinfarkts als Immunreaktion gegen das verwendete Metall.

Die Allergologie gilt zu Recht als einer der facettenreichsten Zweige der Medizin. Fehldeutungen von Allergien sind in der Medizingeschichte bekannt und nicht nur für den Allergiker gefährlich: Heinrich VIII ließ seinen Koch köpfen, weil er eine Erdbeerallergie als Vergiftungsversuch missdeutete.

Inhaltsübersicht:

Immunkrankheiten der Haut
Die Haut ist das am häufigsten von Immunkrankheiten betroffene Organ, denn sie wird ständig von zahlreichen Umweltfaktoren beeinflusst.

Immunkrankheiten der Augen
Immunkrankheiten des Auges plagen vor allem Pollenallergiker. Ihre Augen sind heftigem Juckreiz ausgesetzt und reagieren mit vermehrter Bildung von Tränenflüssigkeit und zähem Schleim.

Immunkrankheiten der Nase
Die Nase gehört zu den von Immunkrankheiten häufig heimgesuchten Organen. Durch die Atmung ist sie nämlich ständig Umweltfaktoren ausgesetzt.

Immunkrankheiten der Lunge
Die Lunge ist nach der Haut am zweithäufigsten von Immunkrankheiten betroffen, denn sie ist durch die Atmung ständig Umweltfaktoren ausgesetzt. Umweltgifte sind nämlich die hauptsächlichen Auslösefaktoren für diese Erkrankungen.

Immunkrankheiten der Leber
Unter den Lebererkrankungen nehmen die immunologisch bedingten einen geringen Stellenwert ein. Meist werden Leberkrankheiten durch belastende Ess- und Trink-Gewohnheiten verursacht.

Immunkrankheiten des Darmes
Angesichts der Größe und Bedeutung des Darmes sind Immunkrankheiten recht selten. Obwohl der Darm ständig mit der Nahrung Fremdstoffe (zum Beispiel Umweltgifte) aufnimmt und sogar die Nahrung selbst eigentlich Fremdstoff ist, reagiert er nur selten mit einer Allergie.

Quelle: Springer Medizin
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