Rheumatoide Arthritis - Polyarthritis - Prävention
Prävention
Direkt vorbeugende Maßnahmen sind gegen das Auftreten der rheumatoiden Arthritis nicht bekannt. Neuere Forschungsergebnisse weisen jedoch auf einen großen Einfluss des Rauchens bei der Krankheitsentstehung hin. Das gilt zumindest für eine größere Untergruppe von RA-Patienten. Weitere mögliche Risikofaktoren sind Entzündungen des Zahnhalteapparats, eine fleisch- und fettreiche Ernährung sowie die Zugehörigkeit zu bestimmten Berufsgruppen.
Diese Faktoren spielen auch im Krankheitsfall eine wichtige Rolle. So können eine gesunde, kalziumreiche Ernährung, der Verzicht auf Zigaretten und eine ausreichende Kontrolle der Zahngesundheit helfen, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.
Wichtig und in jedem Fall gut für den allgemeinen Gesundheitszustand ist regelmäßige Bewegung, wobei Fehl- und Überbelastungen einzelner Gelenke zu vermeiden sind. Eine gut trainierte Muskulatur, die die Gelenke hält und stützt, wird im Krankheitsfall dabei helfen, Fehlstellungen zu vermeiden oder ihr Auftreten hinauszuzögern.
Ebenso wichtig - und auch vorbeugend vor anderen Krankheiten - ist es, auf das Körpergewicht zu achten. Übergewicht belastet kranke Gelenke zusätzlich und kann sich negativ auf den Verlauf der Krankheit auswirken. Eine gesunde Ernährung senkt z.B. das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das bei RA-Patienten ebenfalls erhöht sein kann. Der Speiseplan sollte deshalb nicht mehr als zwei Fleischmahlzeiten und zwei Eigelb pro Woche enthalten. Stattdessen gehört zwei Mal pro Woche fetter Fisch auf den Tisch - möglichst Meeresfisch. Da dies nicht jedermanns Sache ist, besteht die Möglichkeit, auf Fischölkapseln auszuweichen. Diese müssen allerdings genau dosiert werden, denn die in Drogerie oder Apotheke erhältlichen Präparate enthalten Fischölfettsäuren in unterschiedlichen Mengen. Gleichzeitig sollten sich Rheumapatienten ausgewogen und vitaminreich ernähren und auf ihre Knochengesundheit achten. Als einfacher Merksatz kann hier die 5-Finger-Regel (fünf Mal am Tag ein Stück frisches Obst oder Gemüse) - ergänzt durch eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Sonnenlicht - gelten. Da bei Menschen mit einer chronischen Erkrankung häufig auch die Gefahr einer Mangelernährung besteht, sollten Betroffene ihre Ernährung nicht auf eigene Faust komplett umstellen. In aller Regel ist ein dauerhafter Erfolg nur dann zu erwarten, wenn Ärzte, Ernährungsberater, Ergotherapeuten und Patienten bei der Ernährungsumstellung eng zusammenarbeiten.
Autor: Redaktion SpringerGesundheit
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