Heuschnupfen - Rhinitis allergica - Prävention

Heuschnupfen ist eine allergische Erkrankung der Nase. Hier finden Sie alles zum Thema.


Prävention

Es gibt Möglichkeiten, ganz allgemein dem Entstehen des Heuschnupfens vorzubeugen. Liegt eine Heuschnupfen-Erkrankung vor, besteht die Vorbeugung darin, soweit wie möglich jeden Kontakt mit dem Allergie auslösenden Stoff zu meiden.

Die Entstehung einer Allergie hängt von mehreren Faktoren ab: einerseits von Umweltfaktoren, also von den vielfältigen äußeren Einwirkungen von Allergenen auf den Menschen, und andererseits von genetischen Faktoren. Dabei scheint die Bereitschaft, allergisch zu reagieren (Atopie) im Wesentlichen durch vererbbare Faktoren bestimmt zu sein, was eine vollständige Prävention vermutlich unmöglich macht.

Stillen und der Geburtstermin können das Allergierisiko beeinflussen

Aufgrund heutiger Erkenntnisse scheint ein Hinauszögern des Ausbruchs der allergischen Krankheit (zum Beispiel Ekzem, Asthma) sowie ein abgemilderter Krankheitsverlauf in den ersten zwei Lebensjahren möglich. Der Darm des Neugeborenen und des Säuglings wird im Gegensatz zu dem des Erwachsenen mit Erstkontakten gegenüber Fremdeiweißen besonders stark belastet. Es ist allerdings unklar, ob dies die Ursache dafür ist, dass Nahrungsmittelallergien beim Säugling und Kleinkind häufiger als im späteren Leben sind. Das konsequente Stillen unter Vermeidung von Kuhmilchzufütterung und anderen Nahrungsmitteln in den ersten sechs Monaten und vor allem in den ersten Lebenstagen steht im Mittelpunkt der Allergievorbeugung, denn Stillen hat zumindest einen vorübergehenden, schützenden Effekt bis etwa zum zweiten Lebensjahr.

Ein Zusammenhang der Allergiehäufigkeit mit dem Geburtsmonat, der in manchen Studien auffiel, hat nahegelegt, die Allergierate durch Planung des Geburtstermins zu vermindern. Falls Sie Nachwuchs planen, versuchen Sie, den Geburtstermin so zu legen, dass der Säugling die ersten sechs Monate keinen höheren Pollenbelastungen ausgesetzt ist. Zwischen September und Februar geborene Kinder entwickeln weniger häufig Pollenallergien als solche, die im März oder April geboren wurden. Es gibt insbesondere bei Baumpollen Hinweise, dass Babys, die in den ersten sechs Lebensmonaten diesen ausgesetzt waren, später empfindlicher auf Pollen reagieren als andere Kinder.

Allergene und Umweltverschmutzung

Umweltallergene können nicht komplett vermieden werden, eine allergenarme Umgebung trägt aber sicher dazu bei, die Häufigkeit von Allergisierungen zu vermindern oder die Schwere der Krankheitszeichen herabzusetzen. In diesen Sinne sollen allergische Eltern keine Haustiere halten, um Sensibilisierungen ihrer Kinder gegen Tiere zu verhindern. Es sollte eine möglichst milbenarme Wohnung angestrebt werden, also zum Beispiel möglichst auf unnötige Wohntextilien wie Teppiche oder Vorhänge verzichtet werden und die Federbetten durch leicht waschbare Bettwäsche ersetzt werden.

Ein weiterer Ansatzpunkt zur Verhütung allergischer Erkrankungen wäre eine Verminderung der Luftverschmutzung. Luftschadstoffe wie Zigarettenrauch, Dieselrußpartikel oder das Schwefeldioxid und die Stickoxide in Auto- und Industrieabgasen machen Menschen für Pollenallergien empfänglicher.

Quelle: Springer Medizin
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