Lungenkrebs - Bronchialkarzinom - Prävention
Prävention
Bei keiner anderen Krebsart ist ein ursächlicher Zusammenhang so eindeutig festzustellen, wie beim Lungenkrebs. Der allergrößte Risikofaktor ist der Zigarettenrauch, so dass die wirksamste Vorbeugung darin besteht, nicht zu rauchen oder mit dem Rauchen aufzuhören.
Da es keine Frühwarnzeichen für den Lungenkrebs und auch keine praktikablen Vorsorgeuntersuchung gibt, kommt den vorbeugenden Maßnahmen beim Lungenkrebs eine hohe Bedeutung zu.
Je nach Zahl der Zigaretten haben Raucher gegenüber Nichtrauchern ein 20- bis 30-fach erhöhtes Lungenkrebsrisiko. Wird das Rauchen aufgegeben, so sinkt von diesem Zeitpunkt an dieses Risiko auf das 15-fache ab, nach 15 Jahren, bei Frauen auch früher, ist es nur noch zweimal so hoch wie das eines Nichtrauchers.
Patienten mit einer Krebserkrankung im Mund-, Rachen- und Halsbereich haben ein erhöhtes Risiko eines zusätzlichen Lungenkrebses und müssen entsprechend überwacht werden.
Generell kann auch eine gesunde Ernährung das allgemeine Krebsrisiko vermindern. Seit 1984 werden von der Amerikanischen Krebsgesellschaft (American Cancer Society) regelmäßig Leitlinien für solch eine gesunde Ernährung herausgegeben. Die wichtigsten Ratschläge zur Vorbeugung von Lungenkrebs daraus lauten:
Der häufige Verzehr von Obst und Gemüse, bevorzugt roh, kann das Risiko senken, an Lungenkrebs zu erkranken. Dies ist sogar bei Rauchern der Fall. Dabei sollten täglich etwa fünf Portionen Obst und Gemüse, am besten roh, verzehrt werden. Zusätzlich gilt, dass vegetarische Lebensmittel zu bevorzugen sind, Getreideprodukte (möglichst vollwertig) sollten mehrmals täglich gegessen werden. Als eigentliche Wirkstoffe des Krebs hemmenden Effektes von Obst und Gemüse wurden mittlerweile die so genannten Antioxydanzien identifiziert. Solche Stoffe schützen den Stoffwechsel vor dem Entstehen freier Radikale, die eine wichtige Rolle bei der Krebsentstehung spielen. Antioxydanzien sind vor allem die Vitamine C und E, Selen und Carotin. Sie entfalten ihre Krebs hemmende Wirkung im Zusammenspiel mit anderen Pflanzenstoffen, den Flavonoiden.
In synthetischer Form, also als Tabletten aufgenommen, konnte den Vitaminen bisher keine Krebs hemmende Wirkung nachgewiesen werden.
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