Neurodermitis - Atopisches Ekzem - Prävention

Die Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankung, die sich Hauttrockenheit, Ekzembildung und Juckreiz auszeichnet. Hier finden Sie alles zum Thema - inklusive kostenloser Expertenrat.


Prävention

Menschen mit Neigung zu atopischem Ekzem oder zu trockener Haut sollten auch bei Abwesenheit entzündlicher Veränderungen regelmäßig eine rückfettende Creme beziehungsweise Milch oder Lotion auftragen, um ein Austrocknen der Haut zu vermeiden.

Eine spezielle Diät bei atopischem Ekzem gibt es nicht. Allerdings sollte der Verzehr von Nahrungsmitteln wie zum Beispiel Zitrusfrüchten, die die Haut in unspezifischer Weise (das heißt ohne das Vorliegen einer Allergie) reizen könnten, sowie von stark gewürzten Speisen vermieden werden. Lebensmittel, gegen die nachgewiesenermaßen eine Allergie besteht (Nachweis zum Beispiel durch einen Hauttest am Unterarm oder durch Provokationstestung unter ärztlicher Aufsicht), sollten vom Speiseplan gestrichen werden.

Darüber hinaus kann der Entstehung einer Nahrungsmittelallergie beim Säugling durch die ausschließliche Ernährung mit Muttermilch in den ersten sechs Lebensmonaten wirksam vorgebeugt werden.

Sollte dies nicht möglich sein, empfiehlt sich der Gebrauch von hypoallergener, das heißt in ihrem Allergengehalt reduzierter, Säuglingsnahrung. Diese Vorsichtsmaßnahme ist bei allen Kindern zu empfehlen, die mindestens einen nahen Verwandten mit einer atopischen Erkrankung (atopischem Ekzem, Heuschnupfen oder Bronchialasthma) haben. Allerdings ist es bei entsprechender erblicher Veranlagung grundsätzlich nicht möglich, das Auftreten eines atopischen Ekzems zu verhindern.

Menschen mit atopischem Ekzem neigen zu Allergien insbesondere gegenüber Allergenen in der Luft, wie Pollen, Haaren und Hautschüppchen von Tieren, sowie Allergenen der Hausstaubmilbe. Bei einer bestehenden Allergie kann Kontakt mit diesen Stoffen unter Umständen Heuschnupfen oder einen Asthmaanfall auslösen. Zusätzlich kann ein solcher Kontakt unter Umständen einen Ekzemschub auslösen.

Daher sollte, um von vorneherein der Entstehung einer Allergie vorzubeugen, besonders im Kindesalter der Kontakt mit den genannten Allergenen (soweit es möglich ist) gemieden werden. Dies kann durch Verzicht auf die Haltung eines Haustiers sowie durch eine geeignete Gestaltung des Wohnraums geschehen.

Der Gebrauch von Kosmetika mit Duftstoffen, Farbstoffen und Konservierungsmitteln kann einen Neurodermitisschub auslösen, daher sollen diese vermieden werden.

Auf das Rauchen sollte vollständig verzichtet werden, da durch Nikotin die Hautdurchblutung reduziert wird. Dieses Merkmal haben die meisten Menschen mit atopischer Disposition als Grundkonstitution und bei zusätzlichem Nikotingenuss würde sich die daraus resultierenden Probleme verstärken.

Quelle: bsmo Redaktion; Springer Professional Medicine
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