Schlafstörungen - Insomnie - Prävention

Ein Viertel aller Menschen leidet an zumindest gelegentlich auftretenden Schlafstörungen, bei der Hälfte der Betroffenen ist die Schlafstörung eine behandlungsbedürftige Erkrankung.


Prävention

Wer die folgenden Kurzinformationen zum Schlaf in seinen Alltag einbauen kann, auf sein Körpergewicht und ausreichende Bewegung achtet und darüber hinaus auch noch einige Schlaftipps beachtet, hat schon sehr viel zur Vorbeugung von Ein- und Durchschlafstörungen getan.

Kleine Schlafkunde

  • Schlaf muss nicht immer gut sein, vereinzelt schlechte Nächte gehören zu einer normalen Reaktion des Organismus auf den Alltag.
  • Der Schlaf ist sehr individuell. Schlafdauer und Schlafqualität schwanken von Person zu Person und ändern sich mit zunehmendem Alter. Außerdem gibt es keine allgemein gültigen Normen, wie lange ein gesunder Schlaf dauern muss, auch kurzer Schlaf kann gesund sein.
  • Die eigene Einschätzung von Schlafdauer und der Häufigkeit nächtlichen Erwachens stimmt selten genau mit der Wirklichkeit überein.
  • Schlechter Schlaf wirkt sich zwar negativ auf Tagesleistung und Stimmung aus, umgekehrt spiegeln sich aber vor allem Stimmungsveränderungen und Tagesbelastungen in einer verminderten Schlafqualität wieder.
  • Anhaltend schlechter Schlaf beeinträchtigt die Lebensqualität zwar erheblich, eine direkte Lebensgefahr entsteht jedoch erst dann, wenn in übermüdetem Zustand Unfälle passieren.
  • Lange Bettliegezeiten können den Schlaf nicht prinzipiell verlängern, meistens verschlechtern sie ihn sogar.
  • Jeder Versuch, den Schlaf herbeizuzwingen, verzögert das Einschlafen. Ärger, Verzweiflung über langes Wachliegen verschlimmern diese Situation noch.
  • Falsche Schlafgewohnheiten können sich einschleichen bei: langen Bettzeiten oder langem Wachliegen im Bett, unregelmäßigem Schlaf-Wach-Rhythmus, Tagesschlaf, bei Versuchen vorzuschlafen und Schlaf nachzuholen, oder bei schlafbeeinträchtigenden Verhaltensweisen wie Arbeiten und Fernsehen im Bett.
  • Wer gut schlafen möchte, sollte auf sein Körpergewicht achten und für ausreichend Bewegung im Alltag suchen.
Das Normalgewichtlässt sich dabei leicht folgendermaßen errechnen:

Männer: Normalgewicht in Kilogramm = Körpergröße in Zentimetern minus 100

Frauen: Normalgewicht in Kilogramm = Körpergröße minus 100. Von diesem Ergebnis ziehen Sie noch zehn Prozent ab.

Das so genannte gesundheitsgefährdende Übergewicht beginnt, wenn es das Normalgewicht um zehn Prozent übersteigt. Schnarchen wird dann immer wahrscheinlicher. Liegt das Gewicht 20 Prozent und mehr über dem Normalgewicht, schnarchen die meisten Menschen.

Zur Errechnung des Normalgewichtes wird inzwischen auch zunehmend der Body Mass Index (BMI) verwendet. Errechnet wird er über das Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körperlänge in Metern zum Quadrat. Der errechnete Index wird mit verschiedenen Tabellen interpretiert, um damit beispielsweise das Ausmaß von Übergewicht zu bestimmen. Ein Wert von 20 bis 24 gilt als normal, Werte darüber als Übergewicht.

  • Prinzipiell kann man mit jeder Sportart sein Gewicht reduzieren. Sie sollten jedoch den Sport wählen, der Ihnen am meisten Spaß macht. Vor allem Ungeübte sollten Sportarten wählen, bei denen die Ausdauer trainiert wird. Hierzu gehören zum Beispiel Radfahren, Gehen, Laufen und Wandern.
  • Wer mit einer Sportart neu anfängt, sollte es nicht gleich übertreiben. Um in so einem Fall den richtigen und von der Belastung her angemessenen Einstieg zu finden, ist auch einmal Sport unter ärztlicher Aufsicht empfehlenswert.

Quelle: Springer Medizin
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