Diabetes mellitus - Zuckerkrankheit - Prävention

Diabetes mellitus ist gekennzeichnet durch eine chronische Erhöhung des Blutzuckers, verbunden mit dem Risiko für schwere Begleit- und Folgeerkrankungen.


Prävention

Man rechnet derzeit damit, dass die Anzahl der Typ-2-Diabetiker weiter ansteigen wird. Ein Grund hierfür ist, dass die Lebenserwartung weiter ansteigt, sich viele Menschen falsch ernähren, übergewichtig sind und sich zu wenig bewegen.

Darüber hinaus ist zu beobachten, dass immer mehr Menschen schon in jüngeren Jahren erkranken.

Das Risiko, an einem Typ-1-Diabetes zu erkranken, kann heute sehr gut durch den Nachweis spezieller Antikörper im Serum der Betroffenen erkannt werden. Bisher sind aber zur Verhinderung des Typ-1-Diabetes keine wirksamen Maßnahmen bekannt. Weltweit laufen intensive Forschungsprogramme, um die Erkrankung in einer Frühphase zu unterdrücken. Für Angehörige von Typ-1-Diabetikern werden an einigen Diabeteszentren, wie zum Beispiel im Deutschen Diabetes Forschungsinstitut in Düsseldorf, kostenlose Früherkennungsuntersuchungen angeboten.

Der Ausbruch eines Typ-2-Diabetes kann durch gesunde Ernährung, Gewichtsabnahme und verstärkte körperliche Aktivität verhindert oder in der Frühphase gut behandelt werden. Dabei sollte die Ernährung fettarm, aber reich an Kohlenhydraten und Ballaststoffen sein. Die Tatsache, dass es in den 50-er Jahren, nach dem Zweiten Weltkrieg, in Deutschland kaum Fälle von Typ-2-Diabetes gab, und deren Häufigkeit mit zunehmendem Wohlstand anstieg, zeigt sehr deutlich den Einfluss unserer heutigen Lebensweise.

Zur Verhinderung des Schwangerschaftsdiabetes sind bisher keine wirksamen Maßnahmen bekannt. Eine konsequente Behandlung kann jedoch die gefürchteten Komplikationen beim Kind verhindern. Bei Vorliegen von Risikofaktoren (mütterliches Alter über 30 Jahre, Übergewicht, Zucker im Urin, Bluthochdruck, Vorkommen von Diabetes in der Familie) wird in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche ein Blutzuckertest eine Stunde nach Gabe von 50 Gramm Traubenzucker bei der Schwangeren durchgeführt.

Quelle: Springer Medizin
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