Verstopfung - Obstipation - Prävention

Verstopfung liegt vor, wenn weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang besteht, wenn der Stuhl sehr hart ist und nur durch starkes Pressen abgesetzt werden kann.


Prävention

Mit ausgewogener, ballaststoffreicher Ernährung, ausreichend Bewegung und genügend Flüssigkeitszufuhr kann man der Entstehung einer Verstopfung gut vorbeugen.

Es klingt wie eine Binsenweisheit und bringt es doch auf den Punkt:

Eine gesunde Ernährung und Lebensweise sorgt für eine gesunde Verdauung.

Ballaststoffreiche Ernährung, das heißt mehr pflanzliche und weniger tierische Nahrung sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine regelmäßige Verdauung. Ziehen Sie Vollkornprodukte Weißmehl vor. Gemüse (vorzugsweise als Rohkost), Salat und faserreiches Obst wie Orangen oder Ananas erhöhen die Menge der unverdaulichen Ballaststoffe und machen den Stuhl locker.

Mehr Flüssigkeit ist das A und O

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist sehr wichtig. Zwei Liter Wasser, Früchtetee oder andere nicht alkoholische Getränke sind durchaus nicht zu viel.

Bewegen Sie sich mehr

Sind wir zu bequem und bewegen uns zu wenig, wird auch unser Darm träge. Mit Bewegung ist hier nicht die gelegentliche sportliche Aktion am Wochenende gemeint, sondern die regelmäßige körperliche Betätigung. Also Treppensteigen statt Aufzug fahren. Rad statt Auto. Spaziergänge statt Kneipenbummel.

Leistungssport führt zu Flüssigkeitsverlust. Flüssigkeitsverlust führt wiederum zu Eindickung des Stuhls. Unter anderem deshalb sollten Sportler auf genügend Flüssigkeitszufuhr achten.

Nur kein Stress

Keine Zeit zum Essen, keine Zeit zum Kauen, keine Zeit um zur Toilette zu gehen? Bei mehr Regelmäßigkeit regelt sich die Verdauung oft von selbst. So sollte Stuhldrang nie unterdrückt werden. Günstig ist es, den Darm an regelmäßige Uhrzeiten, etwa gleich morgens nach dem Frühstück, zu gewöhnen.

Wer auf Stress mit Verstopfung reagiert, profitiert von Entspannungstechniken, wie Autogenem Training, Progressiver Muskelentspannung oder Yoga.

Wissenswertes

Die Ansicht, dass unregelmäßiger Stuhlgang zu innerer Vergiftung oder Gewichtszunahme führt, ist falsch.

Quelle: Springer Medizin
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