Hämorrhoiden - Prävention
Prävention
Das Hämorrhoidalleiden ist eine Erkrankung, deren Entstehung man unter normalen Lebensumständen relativ gut vorbeugen kann. Die entsprechende Ernährung und ausreichend Bewegung sind zwei wichtige Faktoren.
Was man nicht beeinflussen kann
Eine schwangere Frau kann nichts gegen die übliche Gewichtszunahme mit dem erhöhten Druck auf den Beckenboden und damit auch auf den Enddarm und seine Blutgefäße tun. Die körperlichen Veränderungen in der Schwangerschaft begünstigen nun mal die Entstehung von vergrößerten Hämorrhoidalknoten.
Genauso scheint die Veranlagung, dieses Leiden zu entwickeln, in manchen Familien von Generation zu Generation weitervererbt zu werden. Das medizinische Schlagwort lautet dann "konstitutionelle Bindegewebsschwäche". Auch dagegen ist der Betroffene in der Regel relativ machtlos.
Was man tun kann
Jeder Mensch hat Einfluss auf sein Körpergewicht. Übergewicht zu meiden oder zu reduzieren ist in der Regel jedem Menschen bis zu einem gewissen Grad auch ohne ungesunde und erfolglose Radikaldiäten möglich. Der erhöhte Druck auf den Beckenboden bleibt aus oder wird bei einem normalen Körpergewicht gemildert.
Ballaststoffreiche Nahrung mit viel Obst und Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukten, sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens zwei Liter Wasser, Tee oder Obstsäfte pro Tag) verhindern die Entstehung der Stuhlgangsstörung "Verstopfung". Der Stuhl bleibt geformt, aber weich, und verstärktes Pressen bei der Stuhlentleerung wird nicht notwendig.
Ausreichende körperliche Bewegung (zum Beispiel zweimal wöchentlich 30 Minuten Laufen, Joggen oder Radfahren) regt die Darmtätigkeit an und verhindert somit das zu lange Verweilen des Stuhls im Darm und die damit verbundene länger dauernde Eindickung. Bei vorwiegend sitzender beruflicher Tätigkeit sollte man im Alltag beispielsweise versuchen, Fahrstühle zu meiden und sich eine Ausgleichssportart zulegen.
Das regelmäßige Einführen eines Analdehners hilft, Verkrampfungen des Schließmuskels zu lösen und somit unnötiges Pressen beim Stuhlgang zu vermeiden.
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