Parodontitis, Parodontose - Diagnose
Diagnose
Wichtig ist, die Parodontitis früh zu erkennen, da der Krankheitsprozess durch eine geeignete Therapie gut aufgehalten werden kann. Neben der sorgfältigen Befragung der Patienten zu möglichen Symptomen und Risikofaktoren spielt hierbei der sogenannte Parodontitis-Screening-Index (PSI) eine zentrale Rolle. Dieser lässt sich mittels einiger einfacher zahnärztlicher Untersuchungsmethoden erheben und er kommt ohne großen apparativen Aufwand aus. Im PSI fließen die Tiefe der Zahnfleischtaschen, die Blutungsneigung des Zahnfleisches sowie das Vorhandensein und die Beschaffenheit eventuellen Zahnsteins in unterschiedlicher Wertung ein.
Zusätzlich zum PSI wird eine mögliche Beteiligung von knöchernen Strukturen mit Hilfe von Röntgenbildern beurteilt.
Darüber hinaus gibt es noch spezielle Methoden, die in der Routinediagnostik keine Rolle spielen. So lässt sich beispielsweise anhand genetischer Untersuchungen bestimmen, ob ein besonders hohes Risiko für die Entwicklung einer Parodontitis vorliegt. Spezielle (mikrobiologische) Untersuchungen können die im Einzelfall im Mund vorhandenen auslösenden Keime identifizieren und so eine gezielte antibiotische Therapie ermöglichen. Beide Testvarianten sind allerdings nur in ausgewählten Fällen sinnvoll, etwa wenn in einer Familie bereits Eltern oder Geschwister betroffen sind oder wenn eine Parodontitis sich trotz der üblichen Therapie nicht unter Kontrolle bekommen lässt.
American Dental Association: Periodontal (Gum) Diseases
Österreichische Gesellschaft für Parodontologie: Kompendium der parodontalen Erkrankungen. Grundlagen, Diagnostik, Therapie und Risikofaktoren. Von: Gregor R, Bruckmann C, Müller W. Ausgabe 2005
dentogenostics.de: Entnahme von Material für die Analyse Parodontitis-pathogener Bakterien
Roche Lexikon Medizin, 5. Auflage, Urban & Fischer
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