Migräne - Diagnose
Diagnose
Verläuft die Migräne typisch, so sind apparative Untersuchungen nicht immer notwendig, um die Diagnose zu stellen.
Der Arzt wird den Patienten zuerst befragen und körperlich sowie neurologisch untersuchen. Wenn er nichts Krankhaftes findet und sich aufgrund der Vorgeschichte sicher ist, dass die Kopfschmerzen Zeichen einer Migräne sind, dann wird er auf andere Untersuchungen verzichten.
Ist sich der Arzt in der Diagnose nicht sicher oder will er eine andere Erkrankung wie zum Beispiel einen Tumor oder eine Durchblutungsstörung ausschließen, wird er weitere Untersuchungen veranlassen. Manche Kopfschmerzpatienten befürchten, an einem Hirntumor zu leiden. Eine bildliche Darstellung des gesunden Gehirns kann diesen Menschen die seelische Belastung nehmen.
Bildgebende Verfahren
Die Computertomographie (Craniale Computertomographie, CCT) und die Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie, MRT) liefern schichtweise Aufnahmen von Schädel und Gehirn. Vor allem bei älteren Menschen, deren Kopfschmerzen neu entstanden sind, werden die bildgebenden Verfahren eingesetzt. Mit CT und MRT kann der Arzt mit großer Sicherheit sagen, ob ein Hirntumor vorliegt oder nicht.
Elektroenzephalographie (EEG)
Beim EEG misst man die Nervenimpulse des Gehirns. Dazu werden zahlreiche Elektroden auf dem Kopf befestigt. Die Untersuchung kann Störungen der Hirnaktivität aufdecken. Man setzt sie beispielsweise ein, wenn man eine Migräneaura von einer Epilepsie unterscheiden will.
Dopplersonographie
Mit ihr kann man die Durchblutung der Gefäße messen, die das Gehirn versorgen. Eine Ultraschallsonde wird dabei auf die großen Schlagadern am Hals oder am Kopf aufgesetzt. Sie sendet ständig gleich bleibende Schallwellen aus. Wellen, die auf den sich bewegenden Blutstrom treffen, prallen ab und kehren zur Sonde zurück. Ihre Schwingungen werden dabei verändert. Mit Hilfe der rückkehrenden Schallwellen kann man die Blutströmung im Gefäß beurteilen. Die gemessenen Informationen werden als Töne wiedergegeben. Die Duplexsonographie setzt die Signale in ein Bild um.
Wichtig ist die dopplersonographische Untersuchung bei Migränepatienten deren Aura von den Vorboten eines Schlaganfalls unterschieden werden soll.
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