Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind ein Symptom für viele Erkrankungen: Verspannungen der Muskulatur, Bandscheibenvorfall, aber auch innere Krankheiten wie Herzinfarkt oder Nierenerkrankungen.


Beschwerden

Bei Beschwerden aufgrund von Muskelverspannungen helfen Wärmeanwendungen und rezeptfreie Medikamente mit schmerzlindernden und durchblutungsfördernden Wirkstoffen. Bei unklaren Rückenschmerzen muss ein Arzt konsultiert werden.

Unter dem Begriff Rückenschmerzen werden Schmerzen in verschiedenen Teilen des Rückens, der Schultern, des Nackens und des Lendenbereiches („Kreuzschmerzen“) zusammengefasst. Für Kreuzschmerzen ist auch der Begriff „Hexenschuss“ gebräuchlich. Die Ursachen können sehr vielfältig sein. Bei plötzlich auftretenden Rückenschmerzen muss immer auch eine Erkrankung innerer Organe, z.B. ein Herzinfarkt oder eine Nierenerkrankung, in Betracht gezogen werden. Daher sollte ein Arzt konsultiert werden, wenn unklare Rückenschmerzen länger als zwei bis drei Tage anhalten.In Deutschland leiden mehr als 50 Prozent der Erwachsenen hin und wieder an Beschwerden im Rücken-, Nacken- oder Schulterbereich. Über 80 Prozent von ihnen waren bereits mindestens einmal in ihrem Leben davon betroffen.

Bei Rückenschmerzen unterscheidet man 2 Arten: Schmerzen mit oder ohne Beteiligung der Nervenwurzeln. Sie unterscheiden sich in ihren Symptomen.

Rückenschmerzen ohne Beteiligung der Nervenwurzeln

  • Schmerz verstärkt sich im Stehen, Sitzen, Liegen
  • Schmerzen werden erträglicher bei Bewegung

Rückenschmerzen mit Beteiligung der Nervenwurzeln

  • Schmerz verstärkt sich bei Bewegung, Lachen und Husten
  • Sitzen und Liegen fallen schwer
  • Lähmungserscheinungen (z.B. Kribbeln, Taubheitsgefühl) in den Beinen können auftreten
  • Störungen der Blasenfunktion können auftreten

Wissenswertes

Die Wirbelsäule ist Stütz- und Bewegungsorgan zugleich. Sie besteht aus 34 Wirbeln:

  • sieben Halswirbel
  • zwölf Brustwirbel
  • fünf Lendenwirbel
  • fünf Kreuzbeinwirbel
  • fünf Steißbeinwirbel

Am beweglichsten sind die Halswirbel, dagegen fast starr die Kreuz- und Steißbeinwirbel. Zwischen den knöchernen Wirbeln liegen die elastischen, ca. fünf Millimeter dicken Bandscheiben. Sie schützen die Wirbelsäule vor Stoßbelastung und tragen zu deren Stabilität bei.

Warum sind wir morgens größer als abends? Verantwortlich dafür ist ein Flüssigkeitsverlust der Bandscheiben. Sie geben tagsüber beim Sitzen, Stehen und Laufen Wasser ab und schrumpfen dadurch. Beim nächtlichen Liegen nehmen sie dieses - ähnlich wie ein Schwamm - wieder auf.

Quelle: Rote Liste online
Lennecke/Hagel/Przondziono: Selbstmedikation, Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart (2004)
Stiftung Warentest: Handbuch Selbstmedikation, Berlin (2002)
Schaefer/Spielmann/Vetter: Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit, Elsevier GmbH, 7. Auflage 2006
Nees-Delaval, B.: Wir werden Eltern, Falken-Verlag (1998)
Wernig, C. (Hrsg.): Medizin für Apotheker. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, 2. Auflage (1997)
Bruhn/Frey/Wagner: Das Kind in der Apotheke. Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart (2006)
www.dgk.de

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