Hautpflege
Beschwerden
Es ist mehr als verständlich, dass großes Interesse daran besteht, der Hautalterung vorzubeugen oder diese zu behandeln: zumal die durchschnittliche Lebenserwartung stark zugenommen hat. Dabei ist eine gepflegte Haut nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern ganz wesentlich auch eine der Gesundheit. Die Haut ist mit ihrer Größe von etwa zwei Quadratmetern eine Kontaktfläche zur Außenwelt. Als solche hat sie eine lebenswichtige Abwehrfunktion: Sie schützt den Organismus vor Umwelteinflüssen und eindringenden Krankheitserregern. Außerdem ist sie das größte Sinnesorgan und am Empfinden von Temperatur, Schmerz und Druck beteiligt.
Hauttypen
Die verschiedenen Hauttypen werden ganz wesentlich vom Lebensalter eines Menschen bestimmt.
Normale Haut: Sie sieht gesund, glatt, frisch und ebenmäßig aus; ist weder zu trocken noch zu fettig und gegenüber äußeren Einflüssen nur wenig empfindlich. Die normale Haut kommt in jungen Lebensjahren, allenfalls bis zum 35. Lebensjahr vor.
Fettige ("unreine") Haut: Typisch ist ein Fettglanz im Bereich von Gesicht, Rücken und oberer Brust. Die Haut ist grobporig; sie neigt zu Mitessern (Komedonen) und Pickeln. Liegt eine ausgeprägte Form der fettigen Haut vor, spricht man von einer Akne. Eine fettige "unreine" Haut ist fast ausschließlich bei Jugendlichen und jungen Menschen zu finden.
Trockene Haut: Ihre Oberfläche fühlt sich rau bis rissig an, und sie ist häufig gerötet. Die trockene Haut spannt, juckt und neigt zu Schuppung. Außerdem ist sie empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen wie Kälte, Heizungsluft oder intensives Duschen. Die trockene Haut ist ein typisches Zeichen der Hautalterung. Sie kann aber auch schon bei jungen Menschen auftreten, wenn diese an bestimmten chronischen Hauterkrankungen (z.B. der Neurodermitis) leiden. Dabei ist trockene Haut nicht nur ein kosmetisches Problem: Über ihre winzigen Hautrisse können Krankheitserreger, Allergene und andere Schadstoffe eindringen.
Reife Haut: Neben einem trockenen Hautzustand zeigt sie charakteristische Folgen von Alterungsprozessen in tieferen Hautschichten: einen Verlust an Spannkraft und Elastizität sowie Fältchen und Falten. In ihrem fortgeschrittenen Stadium spricht man von einer regelrechten Altershaut. Diese ist dünn, durchscheinend, neigt leicht zu kleinen Verletzungen sowie zu Juckreiz.
Mischhaut: Wie es der Name bereits sagt, umfasst sie zwei Hautzustände: Im Bereich von Stirn und Nase ("T-Zone"), Kinn, oberer Brust und Rücken ist sie eher fettig und an Wangen und Augenlidern eher trocken. Eine Mischhaut tritt üblicherweise auf, wenn ein fettiger Hautzustand allmählich in einen trockenen übergeht, meist im Alter von etwa 30 bis 40 Jahren.
Empfindliche Haut: Sie reagiert äußerst sensibel auf äußere Einflüsse, auch auf Kosmetika. Die empfindliche Haut neigt zu Spannen, Kribbeln, Brennen und/oder Rötung.
Wissenswertes
Entscheidend für das Fortschreiten der Hautalterung sind erbliche und hormonelle Einflüsse. Hinzu kommen Umweltfaktoren wie Sonne, Wind, Nikotin und verschiedene Schadstoffe. Intensives Sonnenbaden steht (neben dem Rauchen) an erster Stelle, wenn es um die vorzeitige Hautalterung geht. Deshalb altern häufig der Sonne ausgesetzte Hautbereiche, zum Beispiel Gesicht und Hände, schneller (Photoageing) als üblicherweise von Kleidung bedeckte.
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