Stress
Beschwerden
Doch nicht jeder Stress macht krank. Es gibt auch angenehmen Stress, den sogenannten Eustress. Stress, der Spaß macht und stimuliert - was das ist, das ist ganz individuell. Das kann ein aufregendes Tennismatch sein, ein freudiges Ereignis oder eine spannende, herausfordernde Arbeit. Eustress hinterlässt zwar auch oft Müdigkeit, vor allem aber Zufriedenheit. Und danach kann man sich erholen.
Was krank macht, ist der sogenannte Disstress, Dauerstress also, dem man nicht mehr entkommt. Stress ist eine neue Zivilisationskrankheit. Die Weltgesundheitsorganisation hat Stress sogar zur größten Gesundheitsgefahr für das 21. Jahrhundert erklärt. Dauerstress, von dem man sich nicht mehr erholen kann, macht krank. Stress kann vielerlei Beschwerden verursachen. Man ist derart angespannt, dass sich die Muskeln im Schulter-Nacken-Bereich verspannen. Rücken und Kopf tun weh, das Herz rast, die Verdauung klappt nicht mehr richtig, man kann sich nicht mehr konzentrieren, ist vergesslich und schläft schlecht. Man ist erschöpft und nicht mehr voll leistungsfähig. Man wird besonders infektanfällig und erholt sich nur sehr langsam nach den Infekten. Auf Dauer führt chronischer Stress zu schweren Krankheiten wie Herz- und Atemwegserkrankungen, Ekzemen, Periodenstörungen, Sterilität, ja sogar Krebs. Vor allem im seelischen Bereich hinterlässt Dauerstress Spuren. Es kommt zu Depressionen, Angst und Schlafstörungen. Schwerer Stress kann zu Suchtproblemen führen. Und wer richtig ausgebrannt ist, bekommt ein Burnout-Syndrom. Stress-Opfer sind besonders häufig Menschen mittleren Alters. Frauen reagieren grundsätzlich empfindsamer auf Stress. Sie leiden oft zusätzlich unter der Mehrbelastung durch Beruf, Haushalt und Kinder.
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