Lungenkrebs - Bronchialkarzinom
Mit dem Begriff Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) wird eine ganze Gruppe von Krebstypen zusammengefasst, die sich mikroskopisch durch die Art, die Form als auch die Größe der veränderten Zellen unterscheiden lassen. Fast alle Lungenkrebsarten sind im engeren Sinne Krebserkrankungen, die von den Zellen der Bronchien ausgehen.
Wie bei jeder Krebserkrankung tritt beim Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) eine krankhafte Veränderung im Bereich einer Zellgruppe auf, diese Zellen bilden durch unkontrollierte, vermehrte Zellteilung eine Geschwulst (Tumor). Die Zellen dieser Geschwulst haben die Tendenz, in angrenzende Gewebe, auch über Organgrenzen hinaus, hineinzuwachsen. Einzelne dieser Tumorzellen werden mit dem Blut- oder Lymphstrom fortgetragen und bilden dann neue Tochtergeschwülste (Metastasen) in der Lunge oder in anderen Organen des Körpers.
Mit etwa 50 Prozent tritt der Plattenepithelkrebs am häufigsten auf, hier sind es die Epithelzellen der Bronchien, die sich krebsartig verändern. Beim Drüsenkrebs (Adenokarzinom) geht die Veränderung von den Schleim bildenden Drüsenzellen der Bronchien aus, er macht etwa 15 Prozent aller Lungenkrebserkrankungen aus und tritt vermehrt bei Frauen auf.
Zehn Prozent der Lungenkrebserkrankungen werden als großzelliger Krebs bezeichnet.
Mit 25 Prozent nimmt schließlich der kleinzellige Lungenkrebs, der durch die besondere Form der Zellen auch als Haferkrebs bezeichnet wird, eine Sonderstellung ein, da er sehr frühzeitig zur Ausbildung von Tochtergeschwülsten neigt.
In jeder dieser Gruppen unterscheidet man weitere Untergruppen, die genaue Bestimmung des Krebstyps ist unerlässlich für die individuelle Behandlung der Erkrankung.
Krebsstadien
Neben der Art des Lungenkrebses ist auch das Stadium der Erkrankung für die Behandlung und den Erkrankungsverlauf von Bedeutung.
Das Erkrankungsstadium wird definiert durch
- Die Größe der Krebsgeschwulst
- Zahl und Entfernung der von Krebszellen befallenen Lymphknoten
- Das Vorhandensein von Tochtergeschwülsten in anderen Organen
Lungenkrebs kann überall in der Lunge auftreten. Je nach Lokalisation werden von ihm auch angrenzende Organe in Mitleidenschaft gezogen.
Man kennt
- den zentralen Lungenkrebs, der von den großen (Haupt-)Bronchien ausgeht
- den peripheren Lungenkrebs, der von kleineren, am Rand der Lunge sitzenden Bronchien ausgeht
- Lungenkrebs am Rand der Lunge mit Befall des Rippenfells
- Lungenkrebs mit Übergriff auf das Mittelfell
- den so genannten Pancoast-Tumor, einen Krebsbefall der Lungenspitze. Hierbei wächst der Tumor durch die obere Brustkorböffnung in das Verlaufsgebiet wichtiger Arm- und Halsnerven und Blutgefäße.
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Die verschiedenen Lokalisationen von Lungenkrebsgeschwülsten
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