Burn-out-Syndrom - Ursachen
Ursachen
Bei der Entstehung des Burn-out-Syndroms fließen individuelle und äußere Faktoren ineinander. So gehören zu den Risikofaktoren z.B. zu hohe Ansprüche, die der Betroffene an sich selbst stellt, die aber auch von anderen an ihn gestellt werden.
Das Burn-out-Syndrom entsteht, wenn die Betroffenen ihre Kraftreserven dauerhaft verbrauchen, ohne die Reserven wieder aufzufüllen, d.h. sich ausreichend zu erholen. Oft sind hoch motivierte Menschen betroffen, die von sich selbst viel erwarten und sehr ehrgeizig sind. Sie stehen sozusagen unter einem selbst gewählten anhaltenden Erfolgsdruck. Ein besonders hohes Risiko, ein Burn-out-Syndrom zu bekommen, sollen u.a. Idealisten, Perfektionisten, Menschen mit hohem Verantwortungsbewusstsein oder übereifrige Personen haben. Ähnliches gilt für zwanghafte Menschen und diejenigen, die Arbeit nicht abgeben können, also möglichst alles oder vieles allein machen wollen.
Aber auch äußere Faktoren spielen eine Rolle. Dazu gehören immer stärker werdender Zeit- und Leistungsdruck, wenig individueller Freiraum bei der Gestaltung des Arbeitsbereichs, Angst um den Arbeitsplatz oder zu hohe Ansprüche, die von außen an den Berufstätigen herangetragen werden und die sie überfordern. Nicht zu vergessen sind die fehlende Anerkennung durch Vorgesetzte, Kollegen und andere, geringer Verdienst bei großer Verantwortung oder Mobbing. Vielen fehlt außerdem die Unterstützung von Kollegen, Familie und Freunden.
Sven Max Litzcke, Horst Schuh: Stress, Mobbing und Burn-out am Arbeitsplatz. Springer Medizin Verlag Heidelberg 2007: 4. Auflage
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