Blasenkrebs - Harnblasenkarzinom - Ursachen
Ursachen
Eine Reihe von Faktoren begünstigt die Entwicklung eines Harnblasenkarzinoms, so z.B. das Rauchen, chronische Blasenentzündungen oder berufliche Exposition gegenüber bestimmten Stoffen. In tropischen oder subtropischen Ländern stellt eine Infektionskrankheit den bedeutendsten Risikofaktor dar.
Raucher haben gegenüber Nichtrauchern ein etwa sechsfach erhöhtes Risiko an einem Blasenkrebs zu erkranken. Vermutlich nimmt die Blasenschleimhaut Schaden durch den Einfluss des Rauchens, so dass Krebs leichter entstehen kann. Manche Haarfärbemittel werden ebenfalls mit der Entstehung dieses Tumors in Verbindung gebracht.
Alkoholmissbrauch vor allen der Konsum hochprozentiger Getränke schädigt vermutlich ebenfalls die Urothelzellen, so dass Veränderungen der Zellstruktur bis hin zur Entwicklung von Krebszellen eintreten können. Auch das Arbeiten mit bestimmten Stoffen wie Beta-Naphthalin oder Benzidin, die vor allem in der Gummi- und Anilinindustrie verwendet werden, begünstigt die Entwicklung des Harnblasenkarzinoms.
Chronische Harnblasenentzündungen, z.B. in Zusammenhang mit immer wiederkehrenden Harnwegsinfekten oder der Anwendung von Dauerkathetern, stellen einen weiteren Risikofaktor dar. Auch bestimmte Medikamente wie das zur Chemotherapie eingesetzte Cyclophosphamid oder das nicht mehr zugelassene Schmerzmittel Phenacetin können eine Rolle bei der Krebsentstehung spielen.
In einigen asiatischen, afrikanischen oder südamerikanischen Ländern gilt die Bilharziose als wichtigster Risikofaktor. Die Bilharziose ist eine Infektionskrankheit, deren Erreger in Gewässern leben. Die Einzeller (Schistosomen) gelangen beim Baden über die Haut oder beim Trinken von infiziertem Wasser über den Magen-Darm-Trakt in den menschlichen Körper. Die Erreger können neben anderen Organen auch die Harnblase befallen, ohne ausreichende Therapie ist ein Blasenkarzinom mögliche Folge. Auch in Europa breitet sich die Erkrankung mehr und mehr aus, Grund sind Urlaubsreisen in die betroffenen Staaten. Also Vorsicht bei blutigem Stuhl oder Urin, Durchfällen oder Schmerzen sowie Schwierigkeiten beim Wasserlassen: Die Beschwerden können auf eine Bilharziose hinweisen!
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