Prostatakrebs - Prostatakarzinom - Ursachen
Ursachen
Warum ein Prostatakrebs entsteht, ist bislang noch weitgehend ungeklärt. Es wird angenommen, dass das männliche Geschlechtshormon Testosteron eine tragende Rolle spielt. Als weitere Risikofaktoren werden Alter, erbliche Veranlagung und Umweltfaktoren, z.B. Nahrungsgewohnheiten, benannt bzw. diskutiert.
Die genauen Ursachen der Entstehung von Prostatakrebs sind den Wissenschaftlern bis heute nicht bekannt. Mit Sicherheit lässt sich lediglich sagen, dass das Alter und das Hormon Testosteron Faktoren sind, die das Risiko für die Entstehung der Erkrankung erhöhen. So ist die Mehrheit der Patienten über 60 Jahre alt, wenn die Krankheit festgestellt wird. Zudem nimmt die Wahrscheinlichkeit zu erkranken im Alter zwischen 50 und 85 Jahren um das 40fache zu. Darüber hinaus scheint das männliche Geschlechtshormon Testosteron für die Entstehung des Prostatakrebses unabdingbar zu sein. Es wird im Hoden und im geringeren Maße in der Nebenniere gebildet und beeinflusst die Prostatafunktion. Männer, die kurz vor oder nach der Pubertät ihre Hoden verloren haben, erkranken sehr selten an einem Prostatakarzinom.
Studien zufolge spielt auch die erbliche Veranlagung eine Rolle. Danach haben Männer mit einem erkrankten Vater oder Bruder ein zweifach erhöhtes Prostatakarzinom-Risiko. Kommen noch Großvater und Onkel hinzu, steigt die Gefahr auf das 50-Fache. Experten gehen davon aus, dass etwa 5-10% aller Prostatakarzinome erblich bedingt sind. Bei familiärer Vorbelastung steigt zudem das Risiko, bereits vor Erreichen des 50. Lebensjahres an Prostatakrebs zu erkranken.
Ferner häufen sich die Fälle von Prostatakrebs im Zusammenhang mit bestimmten äußeren Einflüssen, z.B. mit bestimmten Ernährungsweisen. So wurde im Zusammenhang mit einer ballaststoffarmen und an tierischen Fetten reichen Ernährung vermehrt Prostatakrebs festgestellt. Ein Mangel an Vitamin D scheint die Krebsentstehung ebenfalls zu begünstigen. Es wird über die Nahrung zugeführt. Zudem ist die Vitamin-D-Bildung vom einwirkenden Licht abhängig. Eine Untersuchung zeigte, dass an Orten mit viel Sonne weniger Prostatakrebsfälle auftraten als an Orten mit geringer Sonneneinstrahlung. Bislang existiert aber noch keine wissenschaftliche Bestätigung dieser Hypothese. Neben den genannten Ernährungsgewohnheiten stehen auch bestimmte Stoffe im Verdacht, das Prostatakrebsrisiko zu erhöhen, z.B. Kautschuk oder Kadmium. Aber auch hier fehlt der wissenschaftliche Beweis.
Andere Faktoren wie Sexualverhalten, Virusinfektionen, die gutartige Prostatavergrößerung oder die Durchtrennung der Samenleiter (Sterilisation) stellen nach heutigem Kenntnisstand keine Risikofaktoren dar.
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