Gebärmutterhalskrebs - Zervixkarzinom - Ursachen

Gebärmutterhalskrebs - in der Fachsprache Zervixkarzinom genannt - ist eine der häufigsten Krebsarten bei Frauen.


Ursachen

Die Ursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs ist bislang noch nicht genau geklärt. Eine wesentliche Rolle scheint die Infektion mit dem so genannten Humanen Papilloma-Virus (HPV) zu spielen. Daneben gibt es Hinweise auf weitere Faktoren, die den Ausbruch der Krankheit zusätzlich begünstigen könnten.

Das HP-Virus kann beim Sex übertragen werden und ruft Warzen sowie entzündliche Veränderungen im Genitalbereich oder auf angrenzenden Hautarealen hervor. In der Regel verschwinden die Entzündungen nach einiger Zeit. Jedoch entwickeln etwa drei Prozent der mit HPV infizierten Frauen Gebärmutterhalskrebs.

Warum das so ist, darüber gibt es noch keine sicheren Erkenntnisse. Wissenschaftler vermuten jedoch, dass diese Viren durch die Produktion bestimmter Substanzen, so genannter viraler Proteine, die Stoffwechselvorgänge in den Oberflächenzellen stören, mit der Folge, dass sich die Zellen verändern.

Die Wissenschaftler gehen weiter davon aus, dass bestimmte Faktoren die Entstehung eines Zervixkarzinoms zusätzlich begünstigen. An erster Stelle wird das Rauchen genannt. So sind Raucherinnen mit einer vorliegenden HPV-Infektion doppelt so häufig von bösartigen Entartungen am Gebärmutterhals betroffen als Nichtraucherinnen. Vermutlich wirken Zigarettenbestandteile hemmend auf bestimmte Abwehrzellen, so dass Infektionen nicht mehr ausreichend bekämpft werden können. Daneben gilt ein geschwächtes Immunsystem als Risikofaktor, denn Gebärmutterhalskrebs tritt überdurchschnittlich häufig bei HIV-Infizierten, AIDS-Kranken und Patientinnen, die ein so genanntes Immunsuppressivum - ein Medikament zur Unterdrückung des Immunsystems - einnehmen, auf. Ebenfalls häufig erkranken Frauen, die schon sehr jung und mit oft wechselnden Partnern Geschlechtsverkehr hatten. Auch Ernährungsgewohnheiten scheinen eine Rolle zu spielen.

Quelle: Springer Medizin
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