AIDS - HIV - Ursachen
Ursachen
AIDS ist eine Infektionskrankheit, die durch das HI-Virus verursacht wird. Glücklicherweise ist dieses Virus nur sehr schwer übertragbar. Eine Ansteckung im normalen menschlichen Miteinander ist daher so gut wie ausgeschlossen. Nur Blut- und Sexualkontakte ermöglichen eine Übertragung.
Ungeschützter Geschlechtsverkehr ist nach wie vor der häufigste Weg, sich mit dem HI-Virus anzustecken. Der Gebrauch von Kondomen ist daher der beste Schutz vor einer HIV-Infektion. Die Übertragung ist durch vaginalen, analen und auch oralen Geschlechtsverkehr möglich. Das Virus ist im Sperma und der Vaginalflüssigkeit der HIV-Infizierten nachweisbar. Durch kleinste Verletzungen in den Schleimhäuten kann es übertragen werden. Da die Viruskonzentration im Blut und den anderen Körperflüssigkeiten der Infizierten schwankt, variiert auch das Risiko einer Ansteckung durch Sexualkontakte. Auch das Mehrfachverwenden von Spritzen birgt ein sehr hohes Infektionsrisiko.
Kinder von HIV-positiven Frauen können sich beim Stillen, während der Schwangerschaft oder bei der Geburt anstecken. Durch vorbeugende Maßnahmen kann das Übertragungsrisiko von etwa 30% auf unter 5% gesenkt werden.
Das HI-Virus gehört zur Gruppe der Retroviren. Das Erbgut dieser Viren besteht aus RNA (Ribonukleinsäure, zuständig für den Transport der Erbinformation). Erst in der befallenen Wirtszelle wird die RNA in DNA (Deoxyribonukleinsäure, Träger der Erbinformation) umgewandelt und in das Wirtsgenom - das genetische Material der menschlichen Zelle - integriert. Der Eintritt in die Zellen ist nur über bestimmte spezifische Rezeptor-Moleküle auf der Oberfläche der Zellen möglich. CD4-Lymphozyten, die zu den weißen Blutzellen gehören, sind das Hauptangriffsziel der Viren. Sie werden auch Helferzellen genannt und spielen eine Schlüsselrolle bei der Abwehr von Krankheitserregern.
Es gibt zwei verschiedene HIV-Subtypen - HIV-1 und HIV-2. Sie unterscheiden sich beispielsweise in ihrer "Infektionskraft" (Virulenz). Die regionale Verbreitung der beiden Subtypen ist ebenfalls unterschiedlich. Keine nennenswerten Differenzen gibt es hingegen hinsichtlich der Art der Ansteckung und in der Behandlung.
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