Akute Bronchitis - Tracheobronchitis - Ursachen

Bei der akuten Bronchitis handelt es sich um eine meist durch Viren, seltener durch Bakterien verursachte Infektion.


Ursachen

Die akute Bronchitis wird am häufigsten durch Viren verursacht, welche die tiefen Atemwege befallen.

Es gibt verschiedene Viren, die eine akute Bronchitis auslösen können: RS-Virus (häufigster Auslöser bei Kindern), Influenzavirus, Parainfluenzavirus, Rhinovirus, Adenovirus, Coxsackievirus, ECHO-Virus. Dass es so viele Erreger gibt, ist der Grund, warum akute Bronchitiden und Erkältungskrankheiten immer wieder auftreten und sich keine Immunität (Unempfänglichkeit für eine Infektion) einstellt. Der Körper muss sich immer wieder mit neuen Erregern auseinander setzen. Die Ansteckung von einem Menschen auf den anderen erfolgt als so genannte Tröpfcheninfektion: Dabei werden die Erreger in kleinsten Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen versprüht werden, übertragen. Die Ansteckungsgefahr ist sehr hoch, da die Übertragung relativ leicht erfolgt.

Daneben gibt es auch Bakterien, die eine Bronchitis hervorrufen können, beispielsweise Streptokokken, Staphylokokken oder Hämophilus influenzae. Bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen sind Bakterien häufige Auslöser einer akuten Bronchitis, bei Menschen ohne Vorerkrankungen ist dies aber selten der Fall. Häufig pfropft sich eine bakterielle Entzündung auf die virale auf, dieses Phänomen wird als bakterielle Superinfektion oder Sekundärinfektion (Zweitinfektion) bezeichnet. Andere, seltenere Ursachen einer Bronchitis sind Pilzinfektionen oder nichtinfektiöse Ursachen wie Schadstoffe (Staub) oder Reizgase (wie Ammoniak, Chlorgas).

Nasskaltes Wetter begünstigt das Auftreten der akuten Bronchitis

Die Kälte in den Herbst- und Wintermonaten mit Auskühlung von Fingern, Zehen, Nasen und Ohren begünstigt die Entstehung einer infektiösen akuten Bronchitis. Das liegt wahrscheinlich an einer kältebedingten Herabsetzung der körpereigenen Abwehr, so dass die Erreger leichter in die Schleimhäute eindringen können.

Neben der feuchtkalten Witterung ist auch die räumliche Enge in geschlossenen Räumen der Grund dafür, dass Erkältungskrankheiten im Herbst und Winter häufiger vorkommen. Die Ansteckungsgefahr ist dadurch gesteigert, denn in geschlossenen Räumen ist die Wahrscheinlichkeit größer, auf einen bereits infizierten Menschen zu treffen und die Konzentration der Krankheitserreger wird nicht durch die Zufuhr frischer Luft herabgesetzt.

Quelle: Springer Medizin
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