Lyme-Borreliose - Ursachen
Ursachen
Die Borreliose wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht, das durch infizierte Zecken der Gattung Ixodes ricinus, oder gemeiner Holzbock, auf den Menschen übertragen wird. Entsprechend der Zeckenaktivität und dem Freizeitverhalten tritt die Borreliose saisonal gehäuft in den Monaten März bis Oktober auf.
Anders als oft vermutet, ist das Risiko, nach einem Zeckenbiss an Borreliose zu erkranken sehr gering. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts zieht deutschlandweit nur etwa jeder 300. Zeckenstich eine Borreliose nach sich. Das liegt zum einem daran, dass nur ein Drittel der Zecken überhaupt mit Borrelien infiziert ist. Zum anderen hängt das Risiko einer Borrelien-Übertragung auch von der Dauer des Saugaktes ab. Nach einem frischen Biss ist eine Infektion sehr unwahrscheinlich. Da sich die Borrelien im Darm der Zecken befinden, muss die Zecke längere Zeit saugen, bevor der Erreger übertragen wird. In der Regel geschieht dies erst nach 24 Stunden. Entfernt man die Zecke frühzeitig, ist das Übertragungsrisiko nur sehr gering.
Selbst wenn es zu einer Infektion mit B. burgdorferi kommt, bedeutet dies nicht zwangsläufig den Ausbruch der Krankheit. Eine geringe Menge an Borrelien kann ein gesundes Immunsystem abwehren, bevor Krankheitsanzeichen auftreten. Die Infektion verläuft daher bei 70 Prozent der Menschen, die von einer infizierten Zecke gestochen werden, ohne Symptome.
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